Was tun mit KI?

Diesen Text trage ich schon seit Monaten mit mir herum, aber irgendwie habe ich es nie hinbekommen, mich einfach mal hinzusetzen und ihn zu schreiben. Da das Thema aber gerade diese Woche wieder einmal sehr deutlich an die Oberfläche geblubbert ist, muss es jetzt sein. Es geht darum, wie ich mich zu Generativer KI verhalte. Wie immer geschrieben in dem Verständnis, dass auch ein subjektives Urteil einen Wert im allgemeinen Diskurs haben kann.

Ich stehe in dieser ganzen Angelegenheit in einem gewissen Zwiespalt. Auf der einen Seite hat mich generative KI sofort begeistert. Sie zum ersten Mal zu nutzen enthielt genau das Versprechen von Futurität, das sich geil anfühlte. Ich habe 2023 sogar spekuliert, dass sie uns aus dem Gefühl der Hyperstasis losrütteln könnte (bisher nicht passiert). Nach einem guten halben Jahr Nutzung fühlte es sich sogar im Mai 2023 noch immer so an, als erlaube Generative KI die Zusammenarbeit mit einem “Fremden Anderen”, das einen auf Pfade führt, die man alleine nie gefunden hätte.

Damals und heute

Das alles war natürlich noch recht früh im Lebens- bzw. Produktzyklus der Technologie. Vor drei Jahren wurde man weder an jeder Ecke mit KI-Funktionen zugeschissen, noch hatte sich das Silicon Valley geschlossen hinter einem faschistischen Despoten versammelt. Ich muss aber zugeben: Meine grundsätzliche Faszination für KI ist ungebrochen und ich halte sie nach wie vor für die größte technologische Revolution seit dem Internet. Etwas also, aus dem man sich nicht raushalten kann, weil es irgendwann selbstverständlich ein Teil vieler Aspekte unseres Alltags sein wird.

Auf der anderen Seite bewege ich mich in einer (Online-)Gemeinschaft von (tendenziell linken) Denker:innen und Kreativen, in deren Statements und Handlungen der KI-Backlash in vollem Gange ist. Ich schätze diese Personen und mag sie zum Teil auch persönlich. Daher fühle ich mich innerlich getrieben, ihre Ablehnung zumindest ernst zu nehmen und meine Haltung zu reflektieren. Dieser Text ist ein Versuch, das zu tun.

Scheinargumente

Zum Anfang möchte ich sagen, dass ich viele Argumente, die gerne gegen die Nutzung von generativer KI vorgebracht werden, für Scheinargumente halte. Sie werden ins Feld geführt, um ein grundsätzliches persönliches Unbehagen rechtfertigend zu unterfüttern. Mit anderen Worten: Ich glaube, dass die meisten Menschen, die sich gegen KI – insbesondere im Bezug auf Kunst und Kreativität – aussprechen, dies auch tun würden, wenn die dafür benötigten Datencenter ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben und alle KI-Firmen von paritätisch besetzten, ideologisch einwandfreien Vorständen geführt würden. (Unter anderem, weil sie ähnliche Voraussetzungen bei älteren, etablierten Technologien akzeptieren.)

Der Diebstahl (vielleicht) von geistigem Eigentum, das zum Trainieren der Modelle verwendet wird, ist meiner Ansicht nach vor allem ein juristisches Problem, das hoffentlich auch auf diesem Weg gelöst werden wird. Ich vermute, dass es sich vorausgehenden Debatten von Kopiermedien anschließen wird. Ich habe eine legendär schlechte Quote beim Vorhersagen kultureller Zukünfte, aber in diesem Fall bin ich mir sehr sicher, dass wir zumindest in Deutschland irgendwann eine Art Verwertungsgesellschaft bekommen werden, die Urheber:innen einmalig oder fortdauernd für die Verwendung ihrer Werke in KI-Modellen entlohnen wird. Allerdings bin ich mir genauso sicher, dass das Geld, das dabei ausgeschüttet wird, nicht dem entsprechen wird, von dem Urheber:innen glauben, dass sie es verdienen.

Tiefe Angst

Denn die persönliche Angst vor Job- und/oder Bedeutungsverlust in der sich zuziehenden Schlinge des Hyperkapitalismus geht tiefer als jede Kompensation. Es ist eine riesige Kränkung, dass die neueste Automatisierungswelle diesmal zum Teil auch die Menschen betrifft, die sich gerade durch die künstlerische Qualität ihrer Arbeit immer für un-automatisierbar gehalten und dafür oft ohnehin schon ein prekäres Leben in Kauf genommen haben. Hier halte ich KI lediglich für ein Symptom und nicht für eine Ursache der Probleme. Entsprechend kann ein Verzicht auf KI-Nutzung von Einzelnen den Zwang für Kreative, sich umzustellen, höchstens hinauszögern.

Ich glaube, dass ich das sagen darf, weil ich als Autor auch von dieser Automatisierung betroffen bin, wenn auch noch nicht so unmittelbar wie Illustrator:innen oder Synchronsprecher:innen. Ich habe deswegen schon lange vor KI aufgegeben, meine Kreativität zum Mittelpunkt meiner Lohnarbeit zu machen (mehr dazu wahrscheinlich im nächsten Post). Aber ich bleibe genauso davon überzeugt, dass menschliche Kreativität und Kunst immer einen gesellschaftlichen Wert haben werden. Es werden immer weniger Menschen von bestimmten kreativen Dienstleistungen leben können. Aber das wird normal werden und das Selbstverständnis der Betroffenen nicht mehr so stark infrage stellen, wie es schon diverse Male zuvor passiert ist – etwa bei Porträtmaler:innen nach Erfindung der Fotografie. Es mag naiv klingen, aber ich glaube daran. Kunst und Kreativität sind und bleiben gleichzeitig das Wichtigste und das Unwichtigste auf der Welt – und diesen scheinbaren Widerspruch gilt es auszuhalten.

Wir hatten uns doch gerade erst ans Internet gewöhnt

Ein weiterer Grund für eine Anti-KI-Haltung ist meiner Ansicht nach eine prinzipielle Nervosität darüber, dass die gewohnte Ordnung der Dinge erneut zerstört wird, nachdem man sich gerade erst an die letzte Disruption durch Digitalisierung gewöhnt hat. Hier brechen sich dann alle typisch kulturpessimistischen Ängste Bahn, die Kathrin Passig einst in ihren “Standardsituationen der Technologiekritik” beschrieben hat. Wir brauchen es nicht, es ging doch vorher auch; wir werden alle krank und dümmer; wenn wir es nutzen, beschleunigen wir nur den Untergang der Zivilisation. 

Die Ironie liegt für mich darin, dass genau diese Argumente teilweise von Menschen vorgetragen werden, die von der letzten technologischen Revolution noch enorm profitiert haben. Wahrscheinlich, weil sie damals noch (jung und) flexibel genug waren, um sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Gras berühren

Die populärste Variante der in dieser Kulturkampf-Arena vorgebrachten Argumente ist, einfach gesagt, “Der Weg ist das Ziel, Dummie”. Sie findet sich beispielsweise in einem sehr populären Vortrag von Brandon Sanderson, als auch in einem Essay von Rebecca Solnit aus der vergangenen Woche und richtet sich gegen das Versprechen von generativer KI, Kreativität und Kunst auf Knopfdruck zu erzeugen. Ihr habt es nicht kapiert, sagen die Gegner. Ausprobieren, scheitern, lernen, wachsen, Erfahrungen sammeln, Gefühle fühlen und verarbeiten, Gras berühren – das alles sind essenzielle Teile des kreativen Prozesses und des Menschseins, die sich nicht wegrationalisieren lassen.

Damit haben sie natürlich recht. Aber sie diskutieren meiner Meinung nach auch mit dem falschen imaginären Gegenüber. Nur weil einige Tech-Bosse und die dümmsten ihrer Fans die Botschaft verbreiten, dass KI menschliche Kreativität und Verbindung größtenteils ersetzen wird, heißt das noch lange nicht, dass die Mehrheit aller Menschen das auch so empfindet. Wer davon ausgeht, dass Menschen immer und überall den einfachsten, kürzesten und im Zweifelsfall unmenschlichsten Weg nehmen werden, sagt damit mehr über sich selbst aus, als über die Gesellschaft. Allen kurzfristigen Trends wie Self-Checkout-Kiosks zum Trotz. (Noch eine naive Meinung, vielleicht. Hier kommt mir leider immer mein positives Menschenbild in die Quere.)

Eine lange Aufzählung von “Selbstverständlichs”

Ich möchte damit auf gar keinen Fall sagen, dass es nichts an generativer KI zu kritisieren gibt. Selbstverständlich haben die Trainingsdaten und die LLMs, die sie nutzen, systematische Biases, die es zu beachten gilt. Selbstverständlich sollte man Informationen, die ein LLM ausspuckt, nicht blind vertrauen. Selbstverständlich sollten wir darauf hinarbeiten, den Energieverbrauch von Datenzentren zu reduzieren oder nachhaltig zu machen. Selbstverständlich sollten wir auf eine offene Architektur von LLMs drängen, sie möglichst frei verfügbar machen und die dahinter stehenden Firmen so stark regulieren wie wir können. Und selbstverständlich gibt es wie immer kein richtiges Leben im falschen und das Medium ist die Botschaft und wir sollten immer wachsam sein, dass wir uns von unserer Technologie nicht diktieren lassen, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen.

Aber das sind gesellschaftliche Aushandlungsprozesse, die meine Faszination für die Technologie nicht eindämmen oder mich davon abhalten, sie überhaupt nutzen zu wollen. Sie bestimmen höchstens, wie ich sie nutzen will. Ich habe mir daher schon vor einiger Zeit einen persönlichen KI-Knigge zurechtgelegt, den ich im Folgenden kurz schildern will. Die Tendenz, auf Umgangsregeln und Reflexion statt auf Verbote zu setzen, sehe ich immer wieder, etwa im Buch von Gregor Schmalzried oder erst diese Woche beim Social Media Watchblog. Wie immer bin ich  froh, dass ich nicht allein bin.

Wie, also, nutze ich KI?

Als Suchmaschinenersatz. Ich betrachte LLMs im Wesentlichen als ein großes Repositorium von Wissen, aufgelöst in wahrscheinliche Zeichenketten, zugänglich durch ein Interface, das natürliche Sprache benutzt. Und damit sind sie in ihrer Basisfunktion eine Suchmaschine mit besserer Usability und ich benutze sie bevorzugt, wenn ich Dinge herausfinden will, bei denen ich nicht genau wüsste, was ich googeln müsste, oder weiß, dass ich mehrere aufeinander aufbauende Suchen bräuchte, um meine Antwort zu finden. Grundsätzlich gilt für mich: Je mehr Variablen meine Anfrage an das Wissen der Welt hat, desto wahrscheinlicher nutze ich ein LLM. Wenn das Ergebnis wichtig ist – aus welchem Grund auch immer – lasse ich mir Quellen dazu ausgeben und überprüfe es anhand dieser Quellen (überhaupt der beste Zusatz zu jedem Prompt).

Als Resonanzraum. Das ist vermutlich die Art Nutzung, bei der Kulturpessimist:innen sofort die Augenbrauen hochziehen würden. Wäre es nicht besser, über seine Ideen und Gedanken mit echten Menschen zu sprechen? Ja, aber nicht immer habe ich echte Menschen zur Hand, und nicht immer kenne ich Menschen, die sich mit dem Thema auskennen, zu dem ich eine Rückmeldung brauche. Könnte ich Primärquellen lesen? Ja. Aber manchmal gibt es Themen, die mir (noch) nicht wichtig genug sind, um viel Zeit darin zu versenken. Und sollte ich feststellen, dass sie mir wichtiger sind, als ich dachte, kann ich die Primärquellen immer noch lesen. Genau wie ich einige Bands durch ihre Greatest-Hits-Alben kennengelernt und erst später ihre komplette Diskografie gehört habe. LLMs haben den Vorteil, dass man ihnen sehr lange Gedankenflüsse entgegenwerfen und am Ende einfach fragen kann: Was haben andere dazu gedacht? Und dass man mehrfach nachfassen und nachsteuern kann, bis man sich dem Gedanken genähert hat, den man sucht.

Als Coach. Einer der größten Erfolge, die ich mit LLMs bisher feiern konnte, ist, dass ich den Spaß am Kochen gefunden habe. Der Schlüssel lag auch hier darin, dass ich dem LLM eine Gleichung mit vielen Variablen übergeben und mich dann mit einigen Iterationen durch das generierte Angebot wurschteln konnte. Kein Kochbuch der Welt hätte so individuell auf meine Bedürfnisse eingehen und meine Schwächen so gezielt ausgleichen können. Eine andere Erfolgsgeschichte war die Erarbeitung eines Live-Rollenspiel-Charakters in einem Setting, mit dem ich nicht vertraut war. Auch hier konnte ich meine Bedürfnisse hineingeben, auf das gesammelte Wissen zum Setting gezielt zugreifen und in einem längeren Dialog am Ende das herausschälen, was ich zum Spielen brauchte. Sicher könnte man argumentieren, dass ich beide Prozesse auch mit echten Menschen hätte durchlaufen können, aber ich hatte einfach nicht den Eindruck, dass ich in diesem Fall mir oder anderen etwas genommen habe.

Als Bildgeber. Dies ist sicher die kontroverseste Nutzung. Aber von dem eben erwähnten Rollenspiel-Charakter, zum Beispiel, habe ich mir auch Bilder generieren lassen, um mich vor dem Spiel besser in die Figur einfühlen zu können. Ich habe auch schon Fantasie-Ideen meines Kindes bebildern lassen, über die sich das Kind sehr gefreut hat (ähnlich wie früher Geschichten). Meine Maßgabe hier ist: Hätte ich ohne KI jemanden damit beauftragt oder es selbst gemacht? Wenn die Antwort eindeutig Nein lautet, bin ich der Meinung, dass ich auch eine KI nutzen kann. KI-Bilder waren immer schon und werden vermutlich auch noch sehr lange ohnehin nur satisficing sein. 

Ich habe dennoch aufgehört, KI-generierte Bilder zum Beispiel für die Bebilderung von Blogartikeln oder Social-Media-Posts zu nutzen. Der Grund ist hier aber weniger, dass ich ethisch dagegen bin, als dass ich inzwischen finde, dass es falsche Signale sendet – vor allem, dass es unprofessionell und unreflektiert wirkt, vor allem solange die Rechtslage noch nicht geklärt ist, meiner Ansicht nach übrigens auch bei Werbe- und Designagenturen. Die Zeit, in der die Nutzung von KI an sich einen splashy Neuigkeits-Experiment-Wert hatte, ist vorbei. Also nutze ich weiter Bilder aus kostenlosen Stockphoto-Datenbanken wie Unsplash und zahle dafür auch nichts.

Als Datensortierer. Hier sind LLMs wieder vor allem ein einfaches Interface für etwas, das geübte Menschen zuvor schon ohne LLMs konnten. Aber einen großen Haufen Daten in ein LLM zu werfen und dann in Alltagssprache die Anweisung geben zu können, aus diesen Daten etwas zu machen und zu interpretieren, ist einfach cool.

Als Abkürzung. Gelegentlich finde ich Prozesse, die sich mit KI tatsächlich beschleunigen und vereinfachen lassen. Das Transkribieren von Audio ist sicher das für mich präsenteste Beispiel. Aber bisher habe ich mich noch nicht in einen Effizienz-Strudel ziehen lassen, der ja neuesten Erkenntnissen zufolge auch nicht unbedingt hält, was er verspricht. Wie Dave Karpf es gerade erst mit Blick auf “Vibe Coding” ausgedrückt hat: “I don’t need a digital assistant to prep my course lectures or keep track of my expenses. Maybe that makes me an outlier, but I kind of doubt it? My daily routines are extremely boring-middle-aged-dad-coded.” Ich glaube, dass dies der wichtigste Bereich ist, in den man sich nicht in eine Scheindebatte mit den KI-wird-uns-komplett-überflüssig-machen-deswegen-müssen-wir-selbst-lernen-alles-mit-KI-zu-machen-Leuten verwickeln lassen sollte.

All about satisficing

Ich erlebe es leider immer wieder: KI-generierter Output, egal ob Text, Bild oder Video, ist trotz aller Begeisterung für die Technologie eigentlich nie nutzbar, wenn man professionelle Standards ansetzt. Dieser Output kann daher nur dann ein Endergebnis sein, wenn der eigene Anspruch nicht so hoch ist (siehe oben: satisficing). Wenn der Anspruch professionell wirken soll, kann KI-Output (zum jetzigen Zeitpunkt) eigentlich nur ein Zwischenschritt oder ein Werkzeug sein. Und deswegen gilt es für jede Art von Arbeit, die man sich abnehmen lässt, herauszufinden, ob die KI wirklich Arbeit spart, sie nur verändert oder sogar mehr Arbeit verursacht. 

Ich muss immer wieder an ein Gespräch mit einer Freundin denken, die als KI-Trainerin für Menschen in NGOs arbeitet. Als ich ihr erzählte, dass ich eigentlich nie Texte von LLMs schreiben oder redigieren lasse, weil ich bisher immer festgestellt habe, dass ich den Text ohne KI besser und schneller hätte schreiben und redigieren können, wies sie mich darauf hin, dass Schreiben und Redigieren aber auch die Sachen seien, die ich am besten kann. Die Leute, mit denen sie arbeitet, müssen aufgrund der Personaldecke kleiner NGOs häufig ein halbes Dutzend Sachen ein bisschen können, statt ein bis zwei Sachen gut. Und sie sind dankbar, dass ihnen KI dabei hilft, die Lücke zwischen schlechten und passablen Ergebnissen zu schließen.

Lieber gut als KI, aber lieber KI als schlecht

Diese Aussage ist für mich ein großer Schlüssel dafür, wie wir über KI-Einsatz denken können. KI kann uns in Bereichen, in denen wir schlecht sind, okay machen, was oft genug im Alltag reicht. Ich lese auch ungerne KI-generierte Texte, aber ich lese sie (zum Beispiel auf Websites) immer noch lieber als richtig schlechte von Menschen geschriebene Texte. Und ich erlebe immer wieder, wie sehr Menschen von diesem kleinen bisschen Hilfe profitieren. 

Sei es, die Angst vorm leeren Blatt zu überwinden, indem die KI wenigstens mal irgendwo anfängt. Sei es die nicht-muttersprachliche Kollegin, die sich traut, mutigere Arbeits-E-Mails zu schreiben, weil ihr KI-Sprachchecker sicherstellt, dass sie nicht nur keine Rechtschreibfehler macht sondern auch keine falschen Idiome benutzt hat. Sei es der Kollege mit Lese-Rechtschreib-Schwäche, der jetzt seine Gedanken in Sprachnachrichten quatscht und sie anschließend von einem LLM in einen ersten Text verwandeln lässt, statt gelähmt vor der Tastatur zu sitzen. Oder sei es ich, der sich traut, zu kochen, weil er niemanden damit nerven muss, wie schlecht er würzen kann. Man kann das als Wunsch nach “Reibungslosigkeit” und Ergebnisse ohne menschliche Komplikationen begreifen – oder als Werkzeug, das uns über kleine Hürden hinweghilft.

Wenn kein passender Mensch zu Hand ist

In Bereichen, in denen wir schon gut bis sehr gut sind, kann die KI uns hingegen bisher nicht das Wasser reichen. Daher ist unsere Expertise immer noch gefragt. Aber sie kann uns als Sparringspartner zur Verfügung stehen, um unsere Expert:innengedanken zu sortieren, zu spiegeln, zu vertiefen, wenn wir gerade keinen passenden Menschen zur Hand haben. Ich halte es für gut möglich, dass das auch so bleibt – allen Versprechungen der Tech-Bosse zum Trotz.

Ich finde das okay. Ich finde es okay, sich von Technologie helfen zu lassen, wobei diese Hilfe für jeden anders aussieht, basierend auf persönlichen Stärken und Schwächen. Ich hoffe, dass die Phase des “Slop” irgendwann vorbeigeht oder zu der Art von Hintergrundrauschen wird, zu der auch andere Automatisierungen (etwa Spam-Mails) geworden sind. Und ich hoffe, dass für Kreative faire Kompensationen (die sich nicht fair anfühlen werden) und neue Perspektiven in der Zukunft liegen. Aber bis dahin werde ich trotzdem nicht aufhören, die Möglichkeiten (und Grenzen) von KI zu erforschen und auszuprobieren.

Foto von Musab Al Rawahi auf Unsplash

13 thoughts on “Was tun mit KI?”

  1. Spannend zu lesen, aber ich hätte bei all deinen Nutzungen Bedenken, vor allem wenn ich mitkriege, wie sehr die Antworten von LLMs darauf getrimmt sind, Menschen glücklich zu machen. Meine persönlichen Erfahrungen beschränken sich auf Linux-Dinge, und da bin schon ultra genervt von diesem Gelabber.

    Das mit der Recherche verstehe ich nicht. Du sagst dem LLM, es soll Quellen überprüfen, aber wie überprüft du, dass das dann auch passiert ist? Das ist mein Hauptproblem mit LLMs: Statistisch gesehen ist es relativ wahrscheinlich, dass auf den Input “Prüfe die Quellen nach” der Output “Ich habe die Quellen nachgeprüft und es stimmt alles!” kommt – wenn es tatsächlich wichtig ist, müsstest du das ja selbst nachprüfungen. Für mich, der viel von Beruf aus recherchieren muss, lohnt sich das nicht, fühlt sich eher wie ein zusätzlicher Arbeitsschritt an, der mich zudem noch dümmer macht. Bei dem Daten-Sortieren hätte ich ähnliche Bedenken – ist das Input-Fenster (der Fachbegriff ist anders, aber ähnlich) überhaupt groß genug für all diese Daten? Woher weiß ich, dass sich wirklich auf das wichtigste konzentriert wurde? Dazu kommt halt, dass ich lange Dokumente nicht deswegen lese, weil ich mir einbilde, besser zusammenfassen zu können als die Leute die das “Executive Summary” geschrieben haben, sondern um interessante Details zu finden.

    Für mich ist “ach ja, das bisschen systemtischer Bias halt” der große Punkt: Fundamentale Schwächen in der Datenbasis und der Funktionsweise werden, egal wie oft die Firmenbosse der Hersteller es versprechen, nicht magisch verschwinden, sondern sind strukturelle Probleme.

    Für mich stehen am Ende deiner Beschreibungen vor allem eine Frage: Hast du mehr Tagesfreizeit, wenn du LLMs benutzt?

    1. Ich sage nicht, dass es die Quellen überprüfen soll, sondern dass es mir die Quellen nennen soll. Und dann kann ich sie anklicken oder aufsuchen. (Ähnlich wie in der Wikipedia)

      Mehr Freizeit habe ich durch LLMs nicht. Aber das ist ja auch überhaupt nicht mein Ziel. Manche Prozesse gehen einfach schneller, aber manche davon hätte ich ohne LLM vielleicht auch einfach nicht oder anders gemacht.

    2. Wenn du sagst, dass du in der Arbeit viel recherchieren und mit Daten arbeiten musst, und dass es dir dafür nicht gut und genau genug ist, dann passt das doch eigentlich genau zu meinen Schlussbemerkungen. Vielleicht solltest du es mal mit Dingen versuchen, wo dir die Professionalität nicht am Herzen liegt und “passabel” ein Ergebnis ist, das gut genug ist.

  2. Ein toller Artikel, der mir aus der Seele spricht!
    Was ich in all diesen Debatten um die KI-Nutzung immer wieder bemerke: Die jeweiligen Meinungen, Urteile und Vorurteile der Beteiligten sind ganz wesentlich von den eigenen Erfahrungen bestimmt. Und die sind SEHR UNTERSCHIEDLICH. Manche haben nur wenig ausprobiert und sich dann gleich abgewendet, haben also garnicht mitbekommen, wie extrem sich die Modelle entwickelt und auch verbessert haben. Zudem gibt es Unterschiede zwischen den großen LLMs, ebenso wie in der Art der Nutzung: kostenlos, Pro- oder Plus-Account, gar so ein teures Mega-Abo für Unternehmen, das Zugang zu Top-Modellen und vorgeformten “Agenten” bietet.

    Das alles hat großen Einfluss auf die persönliche Meinung zur KI, deren Grundlagen in den Diskussionen aber meist nicht zur Sprache kommen. Beispiel aus den Kommentaren hier: Das viel kritisierte Verhalten der KIs, die “Menschen glücklich machen” wollen, kann man (je nach Modell und Nutzung) gut steuern. Z.B. hab ich im Zuge meines letzten Chats mit Gemini (siehe Namenslink) für die Zukunft folgende Ansage gespeichert:

    „Mein gewünschter Antwortstil:

    Keine Abschlussfragen: Beende deine Antworten niemals mit einer Rückfrage, einer rhetorischen Frage oder einer motivierenden Floskel. Wenn die Information vermittelt ist, ist die Antwort beendet.
    Keine Lobhudelei: Verzichte auf einleitende Bestätigungen oder Lob wie „Das ist eine gute Beobachtung“ oder „Vielen Dank“. Komm direkt zum Kern der Sache.
    Mut zum Widerspruch: Verhalte dich wie ein kritischer Korrektor. Wenn meine Sicht der Dinge faktisch falsch oder unwahrscheinlich erscheint, widersprich mir direkt und sachlich.
    Ehrlichkeit bei Wissenslücken: Erfinde niemals Fakten. Wenn du etwas nicht weißt oder die Datenlage nicht ausreicht, sag das klar und deutlich.
    Sprachliche Präzision: Grenze dich als KI strikt von der Menschheit ab. Verwende kein „Wir“, wenn du eigentlich Menschen oder die Gesellschaft meinst.
    Effizienz: Halte Antworten so kompakt wie möglich und vermeide unnötige Höflichkeitsfloskeln.“

    Es klappt!

    1. unnötige Höflichkeitsfloskeln?!
      das haben wir ganz anders gelernt! etwa mit der Floskel “Gute Frage” zeigt man dem Kommentierer, das er gesehen wird.
      ich denke, das ist von Vorteil.

  3. Beim Durchlesen sind mir einige Passagen aufgefallen, denen ich nicht beipflichten kann und will.
    Etwa der Vergleich Porträtmaler:innen nach Erfindung der Fotografie.
    Dann:
    Selbstverständlich sollten wir darauf hinarbeiten, den Energieverbrauch von Datenzentren zu reduzieren.
    Soso, Wunsch wird also per se Wirklichkeit?!

    Gesellschaftliche Aushandlungsprozesse?!
    Echt, voll demokratisch, bis zu der allerletzten Feinheit runter?! und niemand hindert uns daran?!

    Und ich hoffe, dass für Kreative faire Kompensationen (die sich nicht fair anfühlen werden) …
    Gott wird es schon richten!

    Die ganzen Gefahren von KI wurden im Text nicht beleuchtet, wieso auch.
    Wenn KI dermassen strahlt, kann man kaum mehr anderes sehen wie das Weiss des Schnees. Schnee sammelt aber Schmutzpartikel aus der Luft ein und zeigt sie nicht. Erst beim Schmelzen.

    Ich selbst habe KI für einige Fragen genutzt, war erbaut darüber. Dennoch stört mich doch der Hype ohne Wenn und Aber.

    Gruß Gerhard

    1. Beim Durchlesen deines Kommentars sind mir einige Passagen aufgefallen, denen ich nicht beipflichten kann und will.

      Ich kann nicht mit einem Blogartikel alle Widersprüche auflösen, die durch ein Leben mit KI im Kapitalismus entstehen. Ich habe auch nicht für alles eine Lösung. Deswegen wollte ich erstmal aufschreiben, wie ich die Situation empfinde und wie ich mich entsprechend verhalte. Ich gehe nicht davon aus, dass aus meinen Wünschen automatisch Wirklichkeit wird. Das habe ich aber auch nirgendwo geschrieben. Ich wollte mit diesen Caveat-Sätzen vor allem verhindern, dass Leute wie du so tun, als hätte ich bestimmte Aspekte gar nicht auf dem Schirm – hat anscheinend nicht funktioniert. Sie waren nur nicht Teil des Textes – es gibt dutzende Menschen, die sich damit viel differenzierter auseinandersetzen können, als ich.

      Eine so bahnbrechende Technologie wird viele Dinge brauchen, die gemeinsam dafür sorgen, dass wir als Gesellschaft irgendwann einen Umgang damit lernen, den wir sicher auch immer wieder nachsteuern müssen. Nicht Gott wird es richten, sondern User und Politik gemeinsam.

      1. Die Gesellschaft ist ja keine homogene Masse. Da gibt es Myriaden an Interessensverbände.
        Mir macht der steigende Energiehunger Sorge. Deshalb kann ich nicht an eine Reduktion glauben.

        Meine response hatte damit zu tun, dass ich deinen Artikel bei Claudia fand und ihn gleich per Handy kommentierte, sammelte dazu drei Punkte, die ich ins Kommentarfeld kopierte.
        Eigentlich sollte man kommentieren, indem man es sauber am Pc macht, mit einiger Zeit zur Verfügung.

  4. Dass man die KI nicht wegbekommt und es ein Kampf gegen Windmühlen ist sich dem zu verschließen, müssen wir eigentlich alle einsehen. Da hast du (leider) recht.
    Auch ich habe mich dem lange verschlossen, aber es gibt kein Vorbei an der KI. In meinem Job entfällt auf lange Sicht vermutlich der kreative Teil der Arbeit, der von außen vermutlich als “grunt work” abgetan wird – ich bin Softwareentwicklerin. Für mich spricht schon eine bittere Ironie daraus, dass sie IT sich etwas schafft, dass sie abschafft. Und das mit großen Nachteilen, denn wer kein System mehr versteht, baut schlechte und v.A. unsichere Systeme. Fachidiotentum durch Bequemlichkeit zu schaffen ist dankbarerweise eine der größeren Fallen durch das Zurückgreifen auf KI, das es auch aktuell in die öffentliche Debatte schafft.
    Vielleicht sieht mein Job bald so aus, dass ich das mache, was keinen Spaß macht: einem Praktikanten beim programmieren zuschauen, der Codeschnipsel aus dem Internet kopiert, ohne sie zu verstehen. Das wird irgendwann so stupide, dass wir alle nur noch auf “accept” drücken und schlechte Software bauen. Aber Hauptsache, dass es bequem war.

    Aber zurück zum Thema … wir erzählen uns alle, wann wir KI nutzen und wo es unser Leben leichter macht. In zig Videos, Posts usw. Ich sehe das ständig, ich glaube es nur manchmal. Vielleicht auch weil ich gestehen muss: da bin ich noch nicht. KI hilft mir nur in 30% der Fälle, in allen anderen dauert es länger als wenn ich den Job gleich selber mache. Mal abgesehen davon, dass ich den Spaßteil meiner Arbeit nicht an die KI verlieren will. Das ist denke ich klar seit Tag 1. Kann ich es nicht besser utilisieren, weil ich keinen Bock drauf habe? Möglicherweise. Möglicherweise ist es auch einfach nicht so hilfreich für das, was ich erreichen will.

    Was mir aber tatsächlich etwas in deiner Berichterstattung (über die Zeit, nicht nur hier) fehlt (mit allem Respekt, ich lese deinen Blog sehr gern) ist die reine Boshaftigkeit, die KI ermöglicht und die Tech Bosse nicht berücksichtigen und immer erst nachjustieren, wenn es schon zu spät ist. Beispiele: wie schwer es ist dank KI Scam zu erkennen. Wie viele Bullshit-Webseiten es gibt. Wie KI mit Material trainiert wurde, dass nie dafür freigegeben wurde. Wie mit nur einem Knopfdruck ganze Existenzen geschädigt werden und Unsicherheiten bis Bedrohung entstehen, wenn mit einem Prompt das Gesicht einer Person in pornografisches Material repliziert wird. Jeder technologische Fortschritt kommt mit Nachteilen, mit der eine Gesellschaft umgehen können muss. Sicherlich hielt man früher auch gephotoshoppte (oder noch früher gemalte) Bilder für bare Münze, bei denen man heute intuitiv sofort erkennt, dass da was faul ist.
    Nur leider hängen wir da als Gesellschaft stets hinterher. Das sieht man daran, dass es grundlegend nicht erkannt wird, dass es ein Muss ist KI-Inhalte zu kennzeichnen. Dass es keine kreative Leistung ist etwas mit einem Prompt zu erstellen.

    Das Kunst das “wichtigste und unwichtigste auf der Welt” ist tut weh. Wenn es immer unleistbarer wird Kunst auszuüben, dann gibt es bald keine mehr. Früher war Künstler, Musiker, etc. ein verbreiteter Beruf als heute. Ein Teil von mir hofft, dass es wieder schick wird “echte” Bilder zu malen und nicht generierte. Aber darauf warten Kunstschaffende bestimmt seit Äonen. Ich dachte eine Zeit lang das in meiner Freizeit neben dem Brotjob ausüben zu können. Das Leben kommt mit einer anderen Realität und der ewig unbeantworteten Frage: was hätte ich erreichen können, wenn ich mich für sagen wir zehn, fünfzehn Jahre meines Lebens 90% der Zeit nur mit Kunst hätte beschäftigen und meine Fähigkeiten ausbauen können? Ich werde es nie erfahren und das betrifft stetig immer mehr Menschen. So wie mangelnde Lese-Rechtschreibkompetenz. So wie … was ist das nächste? Ich vermute Ausdauer und Problemlösungskompetenzen. Nun mag ich KI wie den Untergang des modernen Menschen darstellen. Vielleicht denke ich das tatsächlich :D Aber nicht wegen der KI, sondern wegen unseres Umgangs damit. Also ja: ich hoffe, dass Menschen KI wie du für ermüdende und wenig sinnstiftende Teile ihrer Arbeit nutzen. Aber ich glaube es nicht.
    Tatsächlich wäre es mir aber auch lieber die KI würde meine Wäsche machen. Wo wir schon bei wenig sinnstiftend waren.

    1. Zuerst mal: Ich danke dir, dass du dir immer wieder die Mühe machst, ausführlich zu kommentieren. Hier habe ich anscheinend einen Nerv getroffen. Ich versuche mal, auf die meisten Aspekte einzugehen. Abschließende Antworten habe ich natürlich nicht.

      Veränderung der Software-Entwicklung

      Darüber weiß ich echt zu wenig, aber ich glaube ich habe irgendwo mal den Vergleich mit der Entwicklung von Desktop Publishing gelesen, der mir eingeleuchtet hat. Es mag so sein, dass die Entwicklung kurzfristig so läuft, wie du sie beschreibst – dass der Wert von gutem Code und kreativem Programmieren sinkt – aber die Chance ist hoch, dass auf längere Sicht dafür ganz neue Betätigungsfelder für Software-Enwicklerinnen entstehen, die wir noch gar nicht sehen können. Dass sich Jobs verändern, gehört leider dazu, auch wenn ich den individuellen Frust über den sinkenden Wert von qualitativ hoher Arbeit gut verstehen kann. Geht uns ja allen so.

      KI hift mir nur in 30% der Fälle

      Wie ich im Text geschrieben habe: Vielleicht hast du die Orte noch nicht gefunden, wo es dir wirklich helfen kann. Die liegen mit Sicherheit nicht dort, wo du ohnehin gut bist und sie liegen wahrscheinlich auch nicht in einem Effizienzgewinn, sondern eher in überraschenden Anwendungen, die du vielleicht gar nicht auf dem Schirm hast.

      Boshaftigkeit

      Ja, KI ermöglicht mieses Verhalten auf erstaunlich einfache Art. Ich will mir gar kein allgemeines Urteil über die Technologie als solche erlauben. Gut möglich, dass ich in ein paar Jahren sage: Ich war sehr naiv und dass es für mich faszinierend war, hat mich davon abgelenkt, wieviel Unheil es über die Welt gebracht hat, vor allem wenn es mal so richtig enshitified ist. Ich lebe in dem Glauben, dass wir als Menschheit in der Lage sind, solche kurzfristig negativen Effekte langfristig auszugleichen. Das ist es, was ich mit “Aushandlungsprozessen” meine. Wir werden sowohl soziale Konventionen als auch politische Entscheidungen entwickeln, die das meiste Gute behalten und das meiste Schlechte zumindest einschränken. Das kann halt leider auch mal ein paar Jahrzehnte oder ein Jahrhundert dauern, wenn man etwa zum Vergleich an die Industrialisierung denkt.

      Wert von Kunst

      Ich habe letztes Jahr Elizabeth Gilberts “Big Magic” gelesen, in dem dieser Gedanke “gleichzeitig das wichtigste und das unwichtigste” sehr ausformuliert wird. Was ich damit meine, ist: Kunst ist “unwichtig” für das Überleben der Menschheit, für die Wirtschaft, für den Beruf, im Zweifelsfall wird sie immer das erste sein, auf das man verzichten kann, wenn es hart auf hart kommt. Aber gleichzeitig ist sie das Wichtigste auf der Welt, weil sie eine Macht und einen Anziehungskraft besitzt, die über all die schnöden Alltäglichkeiten und messbaren Werte hinausgeht. Deswegen werden Menschen, die sich zu Kunst und Kreativität berufen fühlen, immer Wege finden, sie zu schaffen und zu meistern, unabhängig von wirtschaftlichen Zwängen. Dass wir alle eine Vision davon haben, wie das Leben sein könnte, wenn wir von unserer Kreativität leben könnten (geht mir doch genau so), ändert daran, finde ich, nichts. Und, wie geschrieben, es ist eher ein Problem des Kapitalismus als der KI.

      1. Kunst ist etwas, ähnlich der Philosophie, der nur wenige folgen können. die Betrachter spüren tiefe und dass da eine ist , begeistert per se. künstler sollten zufrieden sein können, diese dimension anzustossen. davon leben immer nur höchst wenige. wer bekannt ist , dessen werke für wertanlage taugen, verdienen sehr gut.

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