Passages: Das grausame Publikum

Passages

Gestern Abend war ich im Rahmen der Berlinale auf der Europa-Premiere von Passages, Ira Sachs’ neuestem Film mit Franz Rogowski, Ben Whishaw und Adele Exarchopoulos in den Hauptrollen. Nun sind Liebesdreiecks-Filme nicht so ganz meine Sache – von Jules et Jim erinnere ich mich nur noch, wie genervt ich war – aber ein guter Film kann mich eigentlich immer überzeugen. Passages ist das nicht ganz gelungen.

Obwohl Sachs und Rogowski mit dessen Figur Tomas einen schillernden Charakter entwerfen, der die Realität um sich herum wie ein Schwarzes Loch verbiegt, endlos charismatisch und anziehend ist, nur um dann alles mit sich in die Tiefe zu reißen, hat mich das endlose Hin und Her des Films und die vielen unausgesprochenen Gefühle, die bleischwer im Raum hängen, nicht zufriedenstellen können. Auch die Inszenierung von Sex, egal ob homo- oder heterosexuell, fand ich, obwohl relativ explizit, eher zum Schulterzucken. Ich kann sehen, was anderen daran gefallen könnte, aber ich tue mich mit solchen aufreibenden Liebesgeschichten immer schwer.

Erstaunlich fand ich das Publikum im gefüllten riesengroßen Saal 1 des Zoo-Palasts. Es konnte einfach nicht aufhören zu lachen. Passages hat komische Momente, aber über große Strecken des Films leiden die Figuren eigentlich aneinander. Vor allem an der selbstsüchtigen Art von Tomas, der zwischen seinen zwei Liebesgeschichten hin und herpendelt und dabei erwartet, dass ihn alle in seiner rücksichtslosen Selbstfindung auch noch unterstützen. Dabei kommt es nicht selten zu Brüskierungen und anderen Überraschungen, die aus Tomas’ impulsiver Art entspringen. Tomas tut, was er will. Egal, wen er dabei verletzt – er merkt es nicht einmal. Ich fand das größtenteils tragisch und traurig. Nicht lustig. Vor allem nicht so “Haha, der schmollende Ben Whishaw, jetzt wird er schon wieder verletzt”-lustig. Die Lacher im Zoo-Palast waren keine nervösen Lacher. Das Publikum kann schon sehr grausam sein.

Das Politische des Privaten: Nazif und der silberne Bär

Nazif Mujic hat einen eigenen Wikipedia-Eintrag, in dem es heißt, er sei „ein bosnischer Schauspieler“. Das stimmt zwar irgendwie, ist aber nur ein schmaler Ausschnitt einer viel größeren Geschichte, die 2011 beginnt. Damals stirbt das dritte Kind seiner Frau Senada im Mutterleib. Nazif, der als Angehöriger der Roma-Minderheit in der Nähe der bosnischen Stadt Tuslar lebt und an guten Tagen zehn Euro mit dem Sammeln von Altmetall verdient, bringt Senada ins Krankenhaus. Die Ärzte weigern sich zu operieren, wenn das Paar nicht eine unbezahlbare Geldsumme aufbringt. Nur mit einer falschen Krankenkassenkarte gelingt es in letzter Minute, Senadas Leben zu retten.

Nazif ist wütend, schreibt Leserbriefe. Medienberichte rufen den Filmregisseur Danis Tanovic auf den Plan, der die Mujics ihre eigene Geschichte nachspielen lässt und daraus den Film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ macht. Auf der Berlinale 2013 prämiert die Jury unter Wong Kar-Wai nicht nur den Film, sondern auch seinen Hauptdarsteller. Inspiriert von ihren Erlebnissen in Berlin entscheiden sich Nazif und Senada, in Deutschland Asyl zu beantragen, kehren aber letztendlich nach Bosnien-Herzegowina zurück, wo es ihnen heute schlechter geht als zuvor.

Es ist erstaunlich, wie viele Parabeln sich aus dieser Geschichte ableiten lassen. Ist sie ein Beispiel dafür, wie viele Menschen, sogar Kriegsveteranen, im reichen Europa in bitterster Armut leben müssen? Wie sehr Roma nicht nur in Bosnien sondern überall in Europa als Minderheit diskriminiert werden? Dass man es Menschen nicht verdenken kann, wenn sie unter solchen Umständen als „Wirtschaftsflüchtlinge“ nach Deutschland kommen – ohne Aussicht auf Bleiberecht? Und es stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist, Menschen wie Nazif Mujic ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren und ihnen politisch motivierte Preise zu überreichen, wenn doch zu ahnen ist, dass der Ruhm vergänglich sein wird.

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Meet the Bloggers – Berlinale 2016

Letztes Jahr konnte ich leider nicht dabei sein, aber dafür dieses Jahr umso mehr! Zum vierten Mal gibt es während der Berlinale ein Treffen für alle, die irgendwas mit Film und Internet machen. Das Haus der 100 Biere/Mommsen-Eck liegt günstig in der Nähe der Festivalkinos am Potsdamer Platz und bietet genug Raum für einige Blogger_innen, Podcaster_innen, YouTuber_innen und alle anderen, die bei einem Getränk Freundschaften für’s Leben schließen wollen.

Am 13. Februar 2016 ist ab 17 Uhr ein Tisch auf den Namen “Peschel” reserviert. Hier könnt ihr auf Facebook euer Kommen ankündigen.

Sollten Agenturen oder sonstige professionelle Blogger-Kontaktmenschen Interesse haben, zu diesem Treffen zu kommen oder etwas dazu beizutragen, dürfen Sie sich gerne bei mir melden.

Real Virtualitys Erlebnis-Highlights 2014

Naturhistorisches Museum Stuttgart, November 2014

Das Ende des Jahres ist für mich immer vor allem eine Zeit der Zurückschauens. Ich schließe mit dem Alten ab, um mich dem Neuen besser widmen zu können. Hier im Blog mache ich das seit Jahren mit einer Liste meiner zehn liebsten Filme des Jahres, die in den nächsten Tagen folgt. In meinem privaten Tumblr habe ich dieses Jahr außerdem ein Mixtape mit meiner Musik des Jahres zusammengestellt.

Letztes Jahr habe ich erstmals zusätzlich einen Rückblick auf ein paar andere (film- und medienbezogene) Ereignisse des Jahres geworfen, vor allem solche, die ich toll fand. Eine Art Thanksgiving im Dezember. Das mache ich dieses Jahr wieder. Spoiler: Es geht fast ausschließlich um Menschen.

Berlinale

Da ich mich letztes Jahr im Herbst entschieden hatte, erneut den Job zu wechseln und 2014 nicht mehr hauptberuflich mit Film zu tun hatte, reichte es im Februar nur für eine wochenendliche Stippvisite zur Berlinale – und dort auch nur für zwei Filme. Der wahre Grund, im Februar nach Berlin zu fahren, ist aber sowieso längst, tolle Menschen zu treffen. Gerold zum Beispiel, der mich sogar in seiner Wohnung übernachten ließ, und die anderen Bloggerinnen und Blogger auf dem 2. Berlinale-Bloggertreffen.

Weil ich die Freiheit hatte, mich einfach treiben zu lassen, bin ich – statt in Snowpiercer zu gehen – in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit Vince Mancini von “Filmdrunk” um die Häuser gezogen. Ich hatte ihn angetwittert, nachdem ich gelesen hatte, dass er auf der Berlinale ist. Und weil er sich nicht gewehrt hat, habe ich ihm einmal die einzige Gegend von Berlin gezeigt, die ich einigermaßen kenne – vom Frankfurter Tor bis zum Schlesischen Tor – inklusive Lebowski Kneipe und Eastside Gallery. Selbst in der Erinnerung noch ein wenig surreal, aber definitiv einer der besten Nächte des Jahres.

Vinces Sicht der Dinge im “Frotcast” ab 38:00 und ab 44:00.

Yup, that's the wall. #Berlin

Ein von Vince Mancini (@filmdrunk) gepostetes Foto am

Trickfilmfestival

Als ich noch Filmkram gearbeitet habe, habe ich Urlaub genommen, um vom Kirchentag zu berichten – also logisch, dass ich mir Urlaub nehme, um über ein Filmfestival zu berichten, während ich beim Kirchentag arbeite. Entsprechend habe ich mein drittes Trickfilmfestival Stuttgart so intensiv erlebt, wie noch nie. Tägliche Podcasts, tägliche Kolumnen und jede Menge Filme. Hat Spaß gemacht, aber mir einmal mehr gezeigt, dass Festivalstress nicht mein Lieblingsteil des Filmlebens ist. Auch hier wieder: Tolle Leute getroffen, zum Beispiel Orlindo von “animatiosfilme.ch” und Daniel von “GentleGamer.de” und überraschende Gespräche führen können, mit Daniel Kothenschulte von der “Frankfurter Rundschau” (“Oh! Sie sind Daniel Kothenschulte!”) und Thomas Klingenmaier von der “Stuttgarter Zeitung”, der mir erzählte, dass er mein Blog liest (!).

re:publica

Noch mehr Input, noch mehr wunderbare Menschen. Meine erste re:publica war ein Rausch aus Erlebnissen und Begegnungen. Was mir nach diesem Rausch als Gefühl zurückgeblieben ist, habe ich ja schon aufgeschrieben, aber am glücklichsten bin ich wohl, dass ich durch die re:publica Kontakt zu zwei Bloggerinnen aufbauen konnte, die ich sehr schätze, Journelle und Patricia Cammarata (ursprünglich indem ich mich, alle star-struckness überwindend, recht dreist in ein Gespräch zwischen ihnen eingemischt habe). Allein dafür hat sich der Besuch gelohnt.

Viral sein

Fast beiläufig und völlig ungeplant ist es mir dieses Jahr zum ersten Mal gelungen, dass sich etwas, was ich produziert hatte, mit viraler Geschwindigkeit verbreitete und sogar beinahe Meme-Charakter annahm. Es geht natürlich um meine Game of Thrones Zeitschriftencover, insbesondere “Ygritte”. Zum ersten Mal habe ich dabei auch dieses merkwürdige Gefühl gespürt, wenn einem die Kontrolle über etwas entgleitet. Ich hätte so gerne jeden einzelnen Facebook-Share nachvollzogen und mich bedankt, gelesen was die Menschen schreiben, aber ab einem gewissen Punkt muss man die Welle einfach über sich hinwegrauschen lassen. Eine erstaunliche Erfahrung.

Serial

Ich war schon lange nicht mehr Teil eines kollektiven kulturellen Moments und als ich im Oktober hier im Blog über “Serial” schrieb hatte ich noch keine Ahnung, dass der Podcast aus dem “This American Life”-Stall zu so einem Phänomen werden würde (wenn auch nur für einen vergleichsweise ausgewählten Kreis, vor allem hier in Deutschland). Da ich sonstige Kollektiv-Wows wie Breaking Bad oder das “Red Wedding” verpasst hatte, war es ein tolles Gefühl, jeden Donnerstag auf die neue Folge zu warten, und anschließend mit dem Team des “Slate Spoiler Special” zu rätseln und zu analysieren. Über dieses Gefühl hinaus ist “Serial” aber ohnehin mein Medienereignis des Jahres, das Begriffe wie Podcasting, Storytelling, “Live” und “serielles Erzählen” für mich in ein ganz neues Licht gerückt hat. Ich empfehle übrigens die Analysen von Fernsehwissenschaftler Jason Mitell.

Interstellar

Sascha vom Blog Pew Pew Pew ist seit meinem Blogosphäre-Artikel vor zwei Jahren nicht nur ein Blog-Bekannter sondern auch ein guter Freund geworden. Dieses Jahr haben wir uns zum ersten Mal persönlich getroffen, um im Karlsruher IMAX gemeinsam Interstellar zu sehen. Der Tag, an dem wir außerdem in der Computerspiele-Ausstellung des ZKM waren und in einem glutamatüberfrachteten Chinarestaurant zu Mittag gegessen haben, war ein echte Festtag für mich und hat mich in bester Weise an die ersten IRL-Treffen der Mailingliste erinnert, mit der ich Ende der 90er das Internet entdeckte. Der direkt nach dem Kinobesuch entstandene Podcast wird eines Tages ein wichtiges Zeitdokument sein.

Techniktagebuch

Seit es gestartet ist, bin ich Fan des Techniktagebuchs, ein von Kathrin Passig initiiertes Blog, in dem verschiedene Autoren alltägliche Erfahrungen mit Technik dokumentieren, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Als ich im Oktober nach Istanbul flog und zum ersten Mal eine automatisierte Grenzkontrolle erlebte, schrieb ich das auf und reichte es erfolgreich ein. Nach zwei weiteren Beiträgen wurde ich in den Gruppenchat auf Facebook eingeladen und nicht nur fühle ich mich immer noch extrem geehrt, dass ich überhaupt auf dieser Plattform publizieren darf, die beteiligten Co-Autoren sind auch noch alle schrecklich interessante und nette Menschen (zumindest im Internet), die meinen Alltag regelmäßig mit ihren Gesprächen bereichern.

Filmlöwin

“Filmlöwin”, das vor einigen Tagen online gegangene neue Blog von Sophie Charlotte Rieger hat sehr wenig mit mir zu tun, gefreut hat mich der Launch trotzdem, weil er so einen wichtigen Leuchtturm im Bereich “Professionalisierung der Filmblogosphäre” darstellt. Sophie hat sich gut dokumentiert schon mehrfach über die Zustände im Online-Filmjournalismus geärgert, und jetzt hat sie die bestmögliche Konsequenz gezogen: sich auf ihr Alleinstellungsmerkmal besonnen, ihr Profil geschärft und daraus ein ganz eigenes Ding gemacht. Ich wünsche mir mehr solcher Projekte! More power to them!

Continuity

Schließlich noch ein Scheitern mit erhobenem Haupt, was ich durchaus auch als Highlight betrachten kann. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich hier im Blog angekündigt, 2014 ein Buch schreiben zu wollen. Ein Jahr später kann ich sagen: Ich habe es nicht geschafft und ich werde es so schnell auch nicht schaffen und deswegen schlage ich mir den Gedanken vorerst aus dem Kopf. Nicht nur, dass mir meistens schlicht die Zeit und der Anreiz fehlt – vor allem, wenn ich weiterhin meinen anderen Hobbies, zum Beispiel diesem Blog, nachgehen will, sondern auch, weil das Thema inzwischen ein bisschen verbrannt ist – seitdem “Shared Universe” sogar schon auf den Hasslisten aller Filmkritiker gelandet ist. Ich habe durchaus schon etwas Recherche betrieben, ich bleibe am Thema dran, aber ich werde es vorerst nicht in Buchform gießen und möchte den Druck, etwas tun zu müssen gerne auch für’s erste los sein. Also: Kein “Continuity” in absehbarer Zeit. Aber ich stehe ja auf “slow burns”, also sollte man niemals nie sagen.

2014 hat “Real Virtuality” so viele und so unterschiedliche Menschen erreicht wie noch nie. Darüber freue ich mich sehr und ich bin dafür sehr dankbar. Alljenen, die hier ab und zu etwas lesen, wünsche ich für’s nächste Jahr mindestens genausoviele Highlights wie mir für dieses.

Met the Bloggers (III)

Rein zahlenmäßig waren wir wohl insgesamt weniger Menschen auf dem diesjährigen Filmbloggertreffen auf der Berlinale. Positiv und vernetzend war es aber allemal. Nicht zuletzt weil sich ein Kollege von MUBI Deutschland dazugesellt hatte, der explizit mit Bloggern Kontakt aufnehmen wollte und auf jede Menge Gegenliebe stieß. Auch zwei internationale Gäste waren anwesend, Marian Williams aus Österreich und Vince Mancini von “FilmDrunk”, der auch ein paar interessante Beobachtungen über die US-Filmblogosphäre teilte. Für ihre Social Media Recherche setzte sich außerdem Katja von Time CodeMedia zu uns an den Tisch.

Danke an Patrick und Björn von “Kontroversum”, Bernd von “Ansichtssache”, Joachim von “Kino-Zeit.de”, Doreen von “Fang den Film” und Jan von “CineCouch“, dass sie sich Zeit genommen haben. Extra-Dankeschön an Gerold von “DigitaleLeinwand”, der mich außerdem an meinem Berlinale-Wochenende beherbergt hat. Das ist wahre Blogger-Solidarität.

Movie Genome Project: Assoziationen zu The Grand Budapest Hotel

© 20th Century Fox

Wes Andersons Neuer, The Grand Budapest Hotel, der Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale, ist großartig. Ein 100-minütige Achterbahnfahrt von einem Film – spannend, komisch, absurd und überschäumend vor Ideen. Dieser Ideenreichtum, die Detailverliebtheit und die immense Einbeziehung von (pop-)kulturellen Bezügen war schon immer eine Stärke von Wes Anderson und in seinem zweiten nicht in der Gegenwart angesiedelten Film (nach Moonrise Kingdom), der zum größten Teil in einer Wolkenkuckucks-Version von Mittel-Osteuropa in den 30ern spielt, kommt sie voll zur Geltung.

Neben den Werken von Stefan Zweig, die Anderson als Inspiration in den Credits des Films klar benennt – und anderen Werken von Hannah Arendt und Irène Nemirovsky, denen er in Interviews Tribut gezollt hat, trägt The Grand Budapest Hotel eine Legion von Einflüssen in seiner DNA mit sich herum. In diesem Posting möchte ich versuchen, möglichst viele von ihnen aus meiner eigenen Wahrnehmung und der anderer Kritiker zu sammeln (denn kaum eine Kritik des Films kommt ohne einen Hinweis auf eine Referenz aus, welche die Kritikerin zu erkennen geglaubt hat) und so eine Art “Genom” des Films generieren.

Grand Hotel (1932)

Ein großer MGM-Klassiker über die Begegnungen der Reichen und nicht ganz so Reichen in einem europäischen Hotelpalast der Zeit, deutscher Titel: Menschen im Hotel. Neben dem Titel, dem Setting und dem Entstehungsjahr, was auch das Handlungsjahr von Andersons Film ist, ist auch Grand Hotel – ähnlich wie sein Budapester Cousin – eine veritable Star-Parade mit John und Lionel Barrymore, Joan Crawford, Wallace Beery, Jean Hersholt und vielleicht der definitiven Performance von Greta Garbo (“I vant to be alone …”).

Lubitsch, Ernst

Viele Kritiker erwähnen den Bezug zu den perfekt durchgetakteten Komödien des Berliner Regisseurs, nicht zuletzt The Shop around the Corner, der in Budapest spielt, und To Be or Not to Be, in dem ebenfalls Nazis düpiert werden.

“Der Zauberberg” (Thomas Mann, 1924)

“Man denkt fast unwillkürlich an Thomas Manns Zauberberg, wenn sich – lange nach Schließung des Hotels – ein Schriftsteller (Tom Wilkinson) an ein abendliches Gespräch mit dem ehemaligem Inhaber Zéro (F. Murray Abraham) erinnert (den jüngeren Autor spielt Jude Law), welcher wiederum von seinem jüngeren Ich und den abenteuerlichen Jahren kurz vor Kriegsbeginn erzählt.” (Nino Klingler auf “critic.de”)

Chapman, Graham

Joseph Fiennes’ Charakter M. Gustave parliert in perfektem “Candy Ass” English mit höchstem Etikette-Grad und rezitiert mit Vorliebe romantische Poesie – außer wenn er sich ärgert und nebenbei diverse F-, S- und sonstige Bomben in seine Repliken einflicht. Es fällt schwer hier kein Echo der Monty-Python-Charaktere von Graham Chapman zu sehen, in denen auch häufig englische Stiff-upper-Lip-Noblesse auf krachende Gewalt und Pöbelei traf.

Inglourious Basterds (2009)

Wie Anderson drehte auch Quentin Tarantino sein Alternativ-Historien-Magnum Opus zu großen Teilen in Deutschland und rekrutierte für die Nebenrollen einige deutsche Schauspieler. The Grand Budapest Hotel enthält deswegen auf gleiche Weise zahlreiche Blinzle-und-du-verpasst-sie-Auftritte von deutschen Mimen. War das eben wirklich Florian Lukas? (auch Tim Lindemann stellt den Bezug her)

Charade (1963) und andere Euro-Thriller der 60er

The Grand Budapest Hotel spielt in dem kleinen europäischen Land Zubrowka. Dessen Einwohner sprechen britisches oder amerikanisches Englisch, deutsch oder Französisch, ohne jede Erklärung dahinter außer der Herkunft des jeweiligen Schauspielers. Auch die Namen von Orten und Figuren sind eine wahllose Mischung aus den drei großen westeuropäischen Sprachen. Spontan musste ich an die opulenten US-europäischen Koproduktionen der Post-Studio-Ära denken, in denen sich Schauspieler aus den verschiedenen Filmnationen auf ähnliche Art die Klinke in die Hand gaben und einander jederzeit perfekt verstanden. (Justin Chang erwähnt in “Variety” ebenfalls die “transcontinental intrigue of ‘Murder on the Orient Express’ and ‘The Lady Vanishes’ und den “deliberate Europudding effect” der Akzente).

Zeman, Karel

Der tschechische Filmemacher, eine Art osteuropäischer Ray Harryhausen, realisierte in den 50er und 60er Jahren eine Reihe von fantastischen Filmen, in denen er Realaufnahmen von Schauspielern mit deutlich als handgemacht zu identifizierendem Trickmaterial für Sets und Hintergründe kombinierte. Besonders in der Eröffnungs-Tricksequenz von TGPH scheint Zemans Geist über der Szenerie zu schweben.

Warner Bros. Horrorfilme der 30er

Die gesamte Gang der “Desgoffes und Taxis”, von Tilda Swintons schnell versterbender Matriarchin bis zu Willem Dafoes kaltblütigem Katzenkiller, könnten im Grunde direkt einem James-Whale-Film entstiegen sein, besonders was ihre Frisuren angeht.

© 20th Century Fox

Freud, Sigmund

Jeff Goldblums Bart. (aus dem Presseheft)

Bond, James

Ausgemacht von Dirk Knipphals in der “taz”. Vielleicht hat ihn die Ski-Verfolgungsjagd an On Her Majesty’s Secret Service (1967) erinnert. Obwohl Karl Gaulhofer darin eher ein Zitat von Vertigo (1958) erkennt.

Tystnaden (1963), The Sound of Music (1965) und The Shining (1980)

Jeder sieht, was er sehen möchte. Tim Lindemann erkennt in der Idee vom verlassenen Hotel Gemeinsamkeiten mit Ingmar Bergmans Film. Tim Robey vom “Telegraph” erkennt die Referenz an Kubrick vor allem in einer Fellatioszene und ich musste – vor allem wegen der Zuckergussenen Farben doch an das Musical denken, in dem auch ein großes, schickes Haus in den Bergen plötzlich von Nazis besetzt und zum Offizierskasino umfunktioniert wird – mit Fahnen und allem.

Weitere DNA-Stränge gerne in die Kommentare!

Danke an Björn für den Namen “Movie Genome Project” und an den Kritikerspiegel von “film-zeit.de”.

Die Berlinale-Porno-Trilogie

Don Jon's Addiction. © Ascot Elite

Don Jon/Don Jon’s Addiction

Die Berliner Filmfestspiele sind inzwsichen schon fast drei Monate her, doch ein Trio von Filmen wird mich nicht loslassen, bevor ich darüber gebloggt habe. Es wirkte einfach zu absurd, wie sie miteinander verschränkt waren und interagierten, ohne voneinander zu wissen. Alle drei stellten Fragen zum Thema Pornografie und alle drei gaben sehr unterschiedliche Antworten.

Don Jon’s Addiction (inzwischen nur noch Don Jon) von und mit Joseph Gordon-Levitt ist in vielerlei Hinsicht ein typischer Regie-Erstling. Ein hippes Thema, eine auf Hingucker ausgerichtete Inszenierung, schauspielerische Auftritte, die im ersten Moment überraschen, aber selten halten. Rebellisch und zahm in einem. Gordon-Levitt spielt selbst die Hauptrolle, einen jungen Vorstadtproll, der von seinen Freunden Don Jon genannt wird. Freitagabend macht er die Mädchen klar, Samstag wirft er sie wieder raus, um seine Bude zu putzen, und Sonntag lässt er sich in Kirche und Fitnessstudio von seinen Sünden freisprechen.

Doch Jons Problem ist nicht, dass er Frauen wie Gebrauchsgüter behandelt, sondern dass er Gebrauchsgüter Frauen vorzieht. Die Abhängigkeit des Filmtitels ist ein unnatürliches Verhältnis zu Internetpornografie, die Jon seit Jahren begleitet und von ihm als Ritual mehrfach am Tag zelebriert wird. Die Frauen in den Pornos sind ihm so zu Diensten, wie er sich das wünscht, obwohl er nicht mit ihnen interagieren kann. Sie sind Projektionsflächen, immer geil, zu allem bereit und nur für ihn da. Als Jon eine Beziehung mit seiner Traumfrau (Scarlett Johansson in einer sehr unglaubwürdigen Rolle) beginnt und diese ihm die Pornos verbietet, steht die Katastrophe unmittelbar bevor.

Am Ende von Don Jon’s Addiction braucht Gordon-Levitts Jon die Hilfe von Julianne Moore, die ihm beibringt, dass der beste Sex entsteht, wenn beide Parteien versuchen, den jeweils anderen zu befriedigen, und nicht sich selbst. Das mag wahr sein, aber die Art, wie der Film seine Message fast schon per Dekret verteilt, ist auch seine größte Schwäche. Man muss den Plebs nur ihre eigene Oberflächlichkeit vor Augen führen, dann wachen sie auf – das scheint die Botschaft eines Werks zu sein, das selbst zu großen Teilen aus Oberfläche besteht, und das über große Strecken hinweg einen enormen Kick daraus bezieht, immer wieder großzügig Ausschnitte aus Pornos in seine schnellen Schnittfolgen einzufügen.

Eine Generation von Menschen, besonders von Männern, ist nun damit aufgewachsen, dass die absonderlichsten pornografischen Bewegtbilder immer nur einen Klick weit entfernt sind. Das unglaublich schiefe Bild von Sexualität, Männlichkeit, Weiblichkeit und Intimität, dass dadurch jedem willigen Konsumenten ins Hirn gespeist wird, ist ein echtes Problem unserer Gesellschaft. Doch was machen die, die keine sensible ältere Julianne-Moore-Figur kennenlernen, um sie in die Geheimnisse des Sex einzuweihen – was wohl genauso wie eine ständig willige Pornofrau eine der ältesten, männlichen Fantasien aller Zeiten ist?

Lovelace. © Milennium Films

Lovelace

Wenn es nach Berlinale-Porno-Film Nummer 2 geht, sollte man sie in Talkshows aufklären und Pornografie anschließend verbieten. Lovelace endet zumindest auf einer solchen Note. Mit allen Konventionen des Biopics (Schlüsselszenen aus der Kindheit, sich der Epoche anpassender Filmlook, Nostalgie triggernde Musikeinsätze) gewappnet, erzählt der Film davon, wie Linda Boreman einen Mann namens Chuck Traynor kennenlernt, der ihr erst erstaunliche Fellatio-Techniken beibringt und sie dann mit dem Film dazu, Deep Throat, als Linda Lovelace zu einem Mainstream-Phänomen macht. Doch dem scheinbar goldenen Zeitalter der sexuellen Befreiung, als ein fröhlicher Pornofilm zum Publikumserfolg werden konnte, und AIDS freie Liebe noch nicht in Russisches Roulette verwandelt hatte, zieht der Film nach zwei Dritteln seiner Laufzeit den Teppich unter den Füßen weg.

Dann nämlich erzählt er die gleiche Geschichte noch einmal, diesmal jedoch so, wie sie das Publikum erst Jahre nach dem großen Erfolg erfahren sollte. Linda Boreman als Opfer eines gewalttätigen Mannes, der sie mit Schlägen und Drogen zur Prostitution zwingt. Deep Throat nicht als ein Symbol von befreiender Sex-Positivität, die sich ja auch in der Rahmenhandlung des Films wiederspiegelt, nach der jeder irgendwo ein Lustzentrum hat. Sondern der Film als Repräsentant einer aus dem Ruder gelaufenen Kultur, der es nur recht ist, dass Frauen zu Objekten werden, um das Amüsierbedürfnis der Massen zu stillen. Linda veröffentlicht ein Buch über ihre traumatischen Erfahrungen, zieht sich in ein bürgerliches Familienleben zurück und widmet ihr restliches Leben dem Kampf gegen Pornografie.

Linda Boremans persönliche Geschichte ist ohne Zweifel eine hässliche, die wahrscheinlich sogar stellvertretend für die Schicksale vieler Frauen steht, die in der Pornoindustrie gearbeitet haben und noch immer arbeiten. Und es ist gut zu sehen, dass es Boreman gelang, sich aus ihrer Opferrolle zu befreien. Schade bleibt aber, dass es Lovelace durch die Anordnung seiner Erzählung und durch seine gesamte Inszenierung nicht gelingt, diese persönliche Geschichte vom größeren Ganzen zu trennen. Eigentlich hat doch gerade Deep Throat mit seinem überraschenden Mainstreamerfolg bewiesen, dass es nicht die Pornografie als solche, das heißt die explizite Darstellung von Sexualität im Film, ist, die schlecht ist, sondern nur einige Menschen, die sie produzieren und die Werte, die sie derzeit vermittelt. Gegen sie zu kämpfen heißt, sie zu verdrängen und damit ihren Status als Schattenseite der Mediengesellschaft zu zementieren.

Interior. Leather Bar. © RabbitBandini Productions

Interior. Leather Bar.

Deswegen ist es besonders interessant, als dritten Teil der Berlinale-Porno-Trilogie James Francos filmisches Experiment Interior. Leather Bar. heranzuziehen. Unter dem Vorwand filmischer Archivarbeit erforscht Franco darin nämlich auf erstaunliche Art genau diesen gesellschaftlichen Umgang mit Pornografie.

Der Film setzt auf dem Mythos auf, dass für den Al Pacino-Film Cruising im Jahr 1980 Szenen gedreht aber nie veröffentlicht wurden, die Pacinos Ermittlungen als Undercover-Polizist im Schwulenmilieu in expliziten Bildern festhalten. Franco will nun als Regisseur diese mythischen Szenen rekonstruieren, castet Freunde und Freiwillige und inszeniert zwei Tage lang die Geschehnisse in einem schwulen Sex-Club. Der Film Interior. Leather Bar. dokumentiert die Dreharbeiten und die Reflektionen der Mitwirkenden, doch diese Rahmenhandlung scheint zumindest zum Teil ebenso inszeniert wie die rekonstruierten Szenen. Darauf weist der Film an mehreren Stellen nicht besonders subtil hin, verstärkt dadurch allerdings den Versteckspiel-Charakter, da sich die Zuschauenden an keiner Stelle sicher sein können, wo genau die Inszenierung anfängt.

Und dann, immer wieder, montiert Franco das gedrehte Material zusammen und die dem typischen Look heutiger Drehtagebücher angepassten pseudodokumentarischen, distanzierten Bilder weichen Aufnahmen, die in ihrer Gestaltung eine fast greifbare Sinnlichkeit besitzen. Nur eben, dass sie in Detailaufnahmen echten Sex zeigen, noch dazu zwischen Männern. Es war ein fantastisches Erlebnis, die angespannte Stimmung im Kinosaal zu spüren, als tatsächlich die ersten erigierten Penisse, die ersten unverhüllten Fellatiobilder über die Leinwand flimmerten. Explizite Aufnahmen von schwulem Sex? Das braucht doch keiner – obwohl, irgendwie sind sie auch … schön.

Im Laufe seiner gut einstündigen Laufzeit zeigt der Film, dass die beiden Männer, die man beim Sex sieht, auch außerhalb des Filmsets ein Paar sind. Erscheint die filmische Abbildung ihres Sex deswegen so erotisch, weil man spürt, dass hier tatsächlich ein Liebes-Akt und nicht nur ein Sex-Akt zu sehen ist? Oder liegt es daran, dass es die erklärte Mission des Films zu sein scheint, das besonders schmuddelig besetzte (und daher ja auch eine Undercover-Ermittlung rechtfertigende) zur Kunst zu erheben?

Auf bizarre Art gelingt es Franco, die Pole zusammenzuführen, die in den beiden anderen Filmen so unvereinbar scheinen. Er reflektiert über Pornografie, er zeigt Pornografie, er verdammt sie aber nicht. Er macht etwas sichtbar, dass Gesellschaft – und in seinem Rahmenmythos auch Filmgeschichte – immer noch lieber verdrängen würden, als sich damit auseinanderzusetzen. Don Jon’s Addiction und Lovelace deuten Pornografie an, doch sie ziehen sich aus der Affäre und verbannen sie größtenteils in das Unterbewusstsein des Zuschauers. Interior. Leather Bar. zeigt pornografische Bilder, aber er ist dabei trotzdem sexy. Man braucht Pornografie wirklich nicht überall und schon gar nicht auf die derzeit dominante Art. Sie ist kein Ersatz für irgendetwas. Aber sie könnte einen Platz haben. Auch im Kino. Sagt zumindest James Franco.

Met the Bloggers

Es war ein ganz ulkiges Bild: In der Mitte des ersten Stockwerks vom “Mommsen-Eck” am Potsdamer Platz saßen die “richtigen” Filmkritiker beim alljährlichen Treffen der “epd film”-Autoren, an dem ich in der Vergangenheit auch schon teilgenommen habe. Ein paar Meter weiter vorne saßen die Blogger an ihrem Tisch. Eingekeilt zwar, zwischen Treppenhaus und Tür zur Männertoilette, aber der Weg führte unweigerlich an ihnen vorbei.

Ich war froh, dass ich zu einem Zeitpunkt, als auf meine Twitvite gerade sechs Zusagen generiert hatte, trotzdem sicherheitshalber einen Tisch für 15 Personen reserviert hatte. Denn der Platz wurde gebraucht. In dem grässlichen Bewusstsein, mit Sicherheit jemanden zu vergessen, kann ich vermelden, dass neben mir und Cutterina außerdem Doreen Butze, Rochus Wolff, Bernd Zywietz, Martin Gobbin, Gerold Marks, Thilo Röscheisen, Frédéric Jaeger, Dennis Vetter und Simon Born, Joachim Kurz, Andreas Tai und Norbert Hillinger vor Ort waren. Gerold, der sich als Frontkämpfer für die gute Sache hervorgetan hat, hatte außerdem zwei Kollegen der Seite “Inside Kino” dazugeladen, die die Runde zumindest einigermaßen amüsiert betrachteten.

Ich musste nach weniger als zwei Stunden bereits schon wieder gehen, weil der nächste Film rief, aber gelohnt hat sich das Treffen allemal. Über Blog-Politik wurde nur wenig geredet und ich glaube auch nicht, dass dieses Treffen plötzlich eine Blogosphäre herbeizaubern wird. Aber ich fand es trotzdem toll, all diese Internetschreiber an einem Tisch zu versammeln, kennenzulernen und ihnen zuzuhören (zum Beispiel als Frédéric und Joachim auf meine Frage hin versuchten zu verhandeln, ob sie Konkurrenten sind oder nicht). Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin, dem es so ging.

Die Tatsache, dass ähnliche Treffen und Bekanntschaften, Gespräche am Rande von Pressevorführungen und Festivals, schon vorher stattgefunden haben, ändert meiner Meinung nach nichts daran, dass es nichts schadet, diese Treffen ein kleines bisschen zu institutionalisieren und für alljene zu öffnen, die sich angesprochen fühlen möchten. Das fördert den Kontakt und öffnet die Filterbubble-Scheuklappen, die wir ja doch alle tragen, ob wir es zugeben oder nicht, zumindest ein bisschen. Und damit ist meiner Ansicht nach schon viel gewonnen. In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal!

In meinem Festival-Kalender steht als nächstes das Trickfilmfestival Stuttgart. Ich hoffe, die Bloggertreffen-Tradition dort fortzusetzen.

EDIT, 19. Februar: Andreas Tai zur Liste der Anwesenden hinzugefügt.

Meet the Bloggers

Die zweite Stufe des Projekts “Deutsche Film-Blogosphäre” steigt während der Berlinale. Für den 9. Februar 2013 habe ich um 18.00 Uhr einen Tisch im legendären Mommseneck reserviert, an dem sich Blogger und Blogger-Sympathisanten treffen dürfen, um aus ihrem virtuellen Gefängnis auszubrechen und gemeinsame Projekte für die Zukunft zu planen. Am besten direkt hier zusagen. Wir sehen uns!

Was denkt Stefan Höltgen eigentlich über Shutter Island?

Während meines Berlinale-Wochenendes entstand auch ein wenig Videomaterial. Unter anderem habe ich ein kurzes Gespräch mit meinem Kollegen Stefan Höltgen über Martin Scorseses neuen Film Shutter Island geführt, den ich leider verpasst habe, der aber nächste Woche in den deutschen Kinos startet.

Das Ergebnis ist das erste experimentelle Real Virtuality Vlog. Als Bonus gibt es einige Ansichten von Berlin und Berlinale.

[Direktlink]

Eine Ausführlichere Meinung von Stefan im Gespräch mit Jörg Buttgereit gibt es im Podcast im epd Film-Blog.