Kritischer Tourismus

In meinen Social-Media-Timelines ist, passend zur Sommersaison, in den letzten Wochen mehrfach das Thema Tourismus aufgetaucht. Zum Beispiel in einer Rezension von Die Welt im Selfie von Michael Brake und auch in einem Artikel in “Time” über die Touristenflut in europäischen Städten. Dazu kommt der Instagram-Account “Insta Repeat”, der deutlich macht, wie austauschbar Urlaubsfotos von Menschen überall auf der Welt sind. In allen Artikeln wird die gleiche Frage vehandelt: Sind wir in unserem Tourismus zu oberflächlich? Inszenieren wir uns darin nur noch selbst an den Sehenswürdigkeiten der Erde? Sterben dadurch die authentischen Orte, die wir eigentlich besuchen wollen?

Ich habe dazu, wie meistens, keine kulturpessimistische Meinung. Ich glaube stark, dass diejenigen, die in Städten wie Venedig (das Standardbeispiel) noch irgendwelche Authentizität suchen, längst verloren haben. Das ist nicht ihre Schuld. Wenn ein Ort einmal erlebt hat, dass er für Touristen interessant sein kann, und bewusst versucht, Touristen dorthin zu locken, hat er seine Authentizität schon verloren. Er wird automatisch zu einem inszenierten Ort. Und beides geht nicht. Man kann nicht gleichzeitig “echt/unberührt” und “gut für Touristen geeignet” sein.

Wahrscheinlich gibt es eine Art Sweet Spot für Urlaubsorte, die soweit für Gäste erschlossen sind, dass diese dort nicht im Heuschober schlafen müssen, aber in denen gleichzeitig noch nicht jede Aktivität auf disee Gäste ausgerichtet ist. Das ist es vermutlich am ehesten, was diejenigen suchen, die sich lieber als traveller denn als tourists bezeichnen – um sich vom Pöbel abzuheben. Aber auch an diesen Orten ist die unmittelbare, wahrhaftige Erfahrung, das zeigt “Insta Repeat”, kaum individuell. Jemand anderes wird dort hinkommen, um die gleichen bemerkenswerten Fotos zu machen. Und: Man bleibt ein Gast, man bleibt in der Sondersituation des Besuchs.

Für mich haben sich im Urlaub ein paar andere Strategien herauskristallisiert, um mit der Inszenierung von Tourismus für Touristen meinen Frieden zu schließen.

Das eine ist, die Inszenierung lieben zu lernen. Ich finde an Urlaubsorten oft genau die Orte am spannendsten, die für Touristen konstruiert wurden. Ich vergleiche mit Themenparks wie Disneyland, inwiefern die örtlichen Tourismusbehörden von den besten gelernt haben. Wie ist die Besucherführung? Wie wird die Stadt, der Landstrich, die Idee verkauft? Welches Narrativ wird entwickelt? Was gibt es für Merchandising? Wenn ich diese Meta-Ebene mitdenke, anerkenne wenn sie gut gemacht ist und vielleicht zum Teil durchschaue, kann ich mir vielleicht Gedanken darüber machen, was nicht erwähnt und nicht verkauft wird – und warum das interessant ist.

Das andere ist aber, das authentische nicht im Urtümlichen zu suchen. Es gibt an fast allen Orten der Welt Authentizität, weil dort Menschen wohnen und arbeiten. Deren Leben ist authentisch. Das “Problem” ist, dass es unserem eigenen Leben vermutlich in vielen Dingen gleicht. Nicht nur, weil wir in einer globalisierten Welt leben, sondern auch, weil Menschen ähnliche Bedürfnisse haben. Damit erfüllt es natürlich nicht den Anspruch an Urlaub, uns etwas zu zeigen, was anders ist – aber das ist nur auf den ersten Blick so. Die authentischen Unterschiede stecken in den Details. Es kann so toll sein, in anderen Ländern in Supermärkte zu gehen (und die verrücktesten Limos zu probieren) oder sich die Menüs eines McDonald’s-Restaurants anzuschauen. Es ist auch einer der Gründe, warum ich so gerne im Ausland ins Kino gehe – es holt mich raus aus der unbekannten Inszenierung in eine bekannte Inszenierung, in der sich nur noch Details unterscheiden. Anhand dieser Details kann man dann aber gut überlegen, warum die Dinge sind, wie sie sind, und ob sie nicht auch anders sein könnten.

Diese zwei Komponenten: Die Inszenierung zu studieren statt sie zu verdammen, und die Authentizität im Alltag statt im Außergewöhnlichen zu suchen – das sind meine Strategien gegen die Gleichmacherei von Urlaubserlebnissen. Die heimliche dritte ist, mehrfach an die gleichen Orte zu reisen – was einem irgendwann erlaubt, gleichzeitig einen Außen- und einen Innenblick zu haben. Man kennt schon vieles, aber man sieht auch stärker, was sich verändert.

Ist das schon kritischer Tourismus? Keine Ahnung, aber ich bin bisher ganz zufrieden damit.

Ich beende meinen Podcast (vorerst) nach 8 Monaten. Das habe ich gelernt.

Was war ich ekstatisch. Ich war so happy im letzten September, als ich es nach zehn Jahren Herumdruckserei endlich hinbekommen hatte, einen Podcast auf die Beine zu stellen. Kulturindustrie, so hieß er, war die Erfüllung eines Traums – ein Roundtable-Review aktueller Popkultur aus allen Bereichen mit drei anderen Leuten, die ich als Gesprächspartner gut und auch gut durchmischt finde. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, meinen amerikanischen Vorbildern Pop Culture Happy Hour und Slate’s Culture Gabfest nachzueifern und ein Format in Deutschland zu etablieren, dass es bisher noch nicht gab.

Jetzt bin ich acht Monate weiter und auch acht Monate weiser. Vor einem Monat bin ich Vater geworden und ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich mir meine Freizeit neu einteilen muss, wenn ich meinen Vollzeitjob gut machen, meine Aufgaben als Elternteil fair wahrnehmen und meine geistige Gesundheit behalten will. Ich habe meinen Mitpodcaster*innen deswegen schnell mitteilen müssen, dass ich etwas länger “Elternzeit” nehmen werde. Ich war mir nicht sicher, was wegen dieser Mitteilung passieren würde. Leider führte meine Entscheidung am Ende dazu, dass Kulturindustrie in seiner jetzigen Form erstmal auf Eis gelegt wird.

Das muss nicht heißen, dass es nie wieder einen Podcast namens Kulturindustrie geben wird, an dem ich beteiligt bin. Ich hoffe sehr darauf, dass das Projekt in irgendeiner Form weiterbestehen oder nach einer kurzen Pause zurückkehren wird. Wir vier haben uns nie festgelegt, wie der Podcast aussehen muss. Wir haben keine zahlenden Sponsoren oder Crowdfunder, denen wir Rechenschaft schuldig sind. Wir mögen uns immer noch alle und wir hatten gemeinsam viel Spaß, deswegen werden wir hoffentlich einen Weg finden, weiter zusammen zu podcasten. Aber es wird sehr wahrscheinlich nicht so aussehen wie in den letzten acht Monaten.

Was ist passiert? Ich glaube, dass es sehr interessant sein kann, sich das genauer anzugucken. Scheitern ist wichtig, predigt uns das Silicon Valley, und in den Gründen für dieses spezielle Scheitern spiegeln sich einige Dinge, die mich ohnehin interessieren – über die heutige Medienlandschaft, über Arbeitsabläufe, über Aufmerksamkeitsökonomie. Daher möchte ich hier einige Lektionen aufzählen und erklären, die ich in acht Monaten Kulturindustrie gelernt habe. Vielleicht hilft es ja eines Tages jemand anderem.

1. Das Team sollte sich über das Produkt einig sein

Die Erfahrung der Zusammenarbeit mit meinen Mitpodcaster*innen kam mir aus den diversen Bands, in denen ich schon gespielt habe, sehr bekannt vor. Erst im vergangenen Herbst habe ich, unter anderem zugunsten des Podcasts, eine Band verlassen, in der ich gespielt habe, weil ich eine andere Vorstellung davon hatte, was das Ziel der Band sein sollte, als meine Mitspieler.

Zu Kulturindustrie gab es ein Konzept, das ich geschrieben hatte. Ich hatte eine klare Vorstellung davon, wie ich wollte, dass der Podcast klingt, was er tut und welche Haltung die Macher*innen haben. Mir war eine gewisse journalistische Professionalität in Klang und Ansprache wichtig. Mir war wichtig, dass er nicht zu lang und zu laberig wird. Mir war wichtig, dass er aktuell und relevant ist. Insgesamt waren sich über diese Ziele alle Beteiligten einig, aber jeder hat sie ein bisschen anders gewichtet und ausgelegt. Am Anfang habe ich sehr viel Energie damit verbraucht, mich mit Leuten darüber zu streiten, welche Themen ich für geeignet halte, wie rigoros geschnitten werden sollte, wie hart wir uns an die Vorgaben halten sollten.

Anfang 2018 habe ich für mich entschieden, dass ich diese Energie nicht mehr verbrauchen möchte und dass es auch unfair ist, so diktatorisch vorzugehen. Ich wollte, dass der Podcast sich etwas organischer selbst findet, so dass alle Beteiligten sich darin wiederfinden. Die potenzielle Neukonzeptionierung ist jetzt vielleicht der finale Schritt in diese Richtung. Wenn es eine Kulturindustrie 2.0 geben wird, ist sie auf jeden Fall von allen mitgestaltet und nicht von mir erdacht und den anderen mit meinen Ansprüchen übergestülpt. Was direkt zu Punkt 2 führt.

2. Ehrenamtliche Professionalität ist hart

Meine Vorbild-Podcasts haben jede Woche zwei bis drei Themen besprochen. Mein Ziel war es daher, das gleiche in der doppelten Zeit zu schaffen. Also drei Themen alle zwei Wochen. Das, so wurde uns schnell klar, kostet jede Menge Zeit und Geld – vor allem, wenn man nicht auf Angebote wie Pressevorführungen zurückgreifen kann. Es kann auch bedeuten, dass man einen großen Teil seiner Freizeit für etwas opfern muss, was sich dann eher wie Arbeit anfühlt. Zum Beispiel wenn es darum geht, ein aktuelles Buch innerhalb von einer Woche zu lesen, für das man sich ohne den Podcast vielleicht gar nicht interessiert hätte. Ein Buch, das vielleicht auch noch vergleichsweise teuer ist, weil es gerade erst als Hardcover erschienen ist. Dazu dann noch der Eintritt für den Blockbuster in 3D. Das läppert sich. Und es ärgert einen vor allem dann, wenn man die besprochenen Dinge am Ende nicht einmal gut fand.

Doch das Thema “professionell sein”, im Sinne von: Dinge machen, weil sie halt zum Job dazu gehören, auch wenn der “Job” in der Freizeit stattfindet, zieht noch weitere Kreise. In Arbeitskontexten gibt es meistens Hierarchien, festgelegte Entscheider oder andere Faktoren, die im Zweifelsfall Absprachen vereinfachen. Wenn man sich aber in seinem ehrenamtlichen Podcast mal nicht einig ist, kann man sich nur streiten und hoffen, dass am Ende ein Kompromiss gefunden wird oder jemand einlenkt. Was im schlimmsten Fall die oben beschriebene Situation verschlimmert und wirklich frustig werden kann.

Ich wollte mit Kulturindustrie nie Geld verdienen, aber gegen ein bisschen Ruhm hätte ich mich natürlich nicht gesträubt. Wenn beides nicht eintrifft (siehe auch Punkt 4) ist es hart, die andauernde Workification der Freizeit vor sich selbst zu rechtfertigen. Für die Zukunft wäre es für mich also sehr wichtig, dass der Podcast – und auch seine Vorbereitung – wenigstens die meiste Zeit auch Spaß macht.

3. Zwei Wochen sind ein blöder Rhythmus, wenn man aktuell sein will

Wie bereits erwähnt, war es mir wichtig, mit dem Podcast aktuell und relevant zu bleiben. Also über die Themen zu sprechen, die gerade in der Luft liegen, und nicht über irgendwelche Themen, die man gerade interessant findet. Das ist mit einem zweiwöchigen Rhythmus gar nicht so einfach. Ein Rechenbeispiel. Ein Film kommt am 3. Mai ins Kino. Wir nehmen den Podcast in der Regel am Wochenende auf, aber wegen des zweiwöchigen Rhythmus nicht an diesem, sondern erst am nächsten Wochende, also zum Beispiel am 12. Mai. Dann muss das Biest noch geschnitten werden, was auch noch mal eine Woche dauern kann. Wenn der Podcast also am 19. Mai erscheint, ist der Kinostart schon 16 Tage her und der Film im schlimmsten Fall schon wieder völlig aus der kulturellen Konversation verschwunden.

Als Podcaster steht man also vor einem ständigen Dilemma: Entweder die Diskutierenden hängen immer zwei Wochen hinterher oder sie haben statt zwei Wochen immer nur ein paar Tage Zeit, um den Film zu sehen oder das Album zu hören (Alben erscheinen Freitags). Weil wir das Podcasten aber alle nur in unserer Freizeit machen (siehe Punkt 2), ist ein schnellerer Turnaround kaum möglich. Das führt dann manchmal wiederum zu Punkt 1. Ein Teufelskreis.

4. Feedback ist rar

Der 90/9/1-Regel sollte man sich bewusst sein, wenn man im Internet auf Feedback hofft und nicht gerade massiv provoziert. Wir hatten pro Folge bis zu 800 Hörerinnen und Hörer. Es ist also völlig normal, dass wir nur von etwa acht Leuten (plus minus) Feedback bekommen haben, ob der Podcast etwas taugt. Die Hörerzahlen sind über die Zeit recht konstant geblieben, also irgendwas müssen wir richtig gemacht haben. Trotzdem: Wir fühlten uns oft genug, als würden wir in den leeren Raum rufen. Das motiviert nicht unbedingt. (Eitle Seitenbemerkung: Als Moderator wurde ich selbst in den Rückmeldungen, die wir bekamen, so gut wie nie erwähnt, während zu Lucas, Mihaela und Sascha immer klare Meinungen vorherrschten.)

Ich kann also allen nur raten: Wenn euch etwas gefällt oder auch nicht gefällt, gebt den Macherinnen und Machern Feedback – und wenn es nur ein “Hat mir gefallen” ist. Es hilft!

5. Wir hätten einen Marketing-Push gebraucht

Hauseins-Chefin Katrin Rönicke hat es in ihrem Talk auf der re:publica gerade noch einmal erzählt: Podcasts werden vor allem durch Empfehlungen in anderen Podcasts bekannt. Selbst Alex Blumberg ging es beim Aufbau von Gimlet so. Wir hatten einen guten Anschub, dadurch dass Sascha, Mihaela und Lucas alle schon Podcasts hatten, der Wowcast, den Sascha mit René von “Nerdcore” gemacht hat, recht erfolgreich war und wir jetzt alle auch ein paar Follower auf Twitter besitzen. Sonst wären wir sicher nicht aus dem Stand auf 600 Hörerinnen und Hörer gekommen.

Aber um wirklich durchzustarten, hätte uns mal jemand in einem richtig erfolgreichen Podcast empfehlen müssen. Oder wir hätten irgendwie sonst mal ordentlich Werbung gebraucht, einfach um überhaupt Leute zu erreichen, auch mit einer eindeutigen Botschaft wie “Wir wollen etwas anderes sein, als die vielen Laberpodcasts, die es schon gibt – ein Orientierungskompass zu aktueller Kultur” (siehe auch Punkt 6). Das ist nicht passiert und daher haben wir unser Startniveau leider nicht steigern können.

6. Es besteht anscheinend doch weniger Bedarf, als ich dachte ODER wir waren einfach nicht gut genug

Wie man diesen Punkt bewertet, hängt sehr davon ab, was man von Kulturindustrie am Ende hält. Entweder wir waren tatsächlich der Podcast, den ich vor meinem geistigen Ohr gehört hatte – dann haben vielleicht in der deutschen Podcasthörlandschaft wirklich nicht genug Leute Lust auf einen Kultur-Roundtable. Immerhin werden Podcast ja in Deutschland erst so langsam einem breiteren Publikum bekannt und die bekanntesten und erfolgreichsten basieren entweder auf erfolgreichen Medien- und Personenmarken oder sind eben, ganz wertneutral, “laberiger”. Vielleicht waren wir da einfach irgendwo dazwischen und haben somit kein wirklich breites Publikum gefunden.

Die andere Möglichkeit ist, dass wir nicht anders und nicht gut genug waren. Dass es nichts gab, außer der Tatsache, dass wir drei Themen pro Sendung hatten und geschnitten wurden, was uns besonders ausgezeichnet hat. Kein besonders interessantes Konzept, keine besonders interessanten Meinungen, keine besonders interessanten Gespräche, die uns irgendwie über den Rest der Gesprächspodcast-Landschaft erhoben hätten. “Be the first, be the best or be different” heißt es ja im Startup-Motivationssprech. Eventuell waren wir keins davon.

Und das ist für mich auch der wichtigste Punkt. Beim nächsten Mal oder bei der nächsten Iteration würde ich entweder von Anfang an noch mehr in Richtung Außergewöhnlichkeit pushen, oder eben das ganze gleich entspannter angehen und im laufenden Prozess so anpassen, dass es genuin die Persönlichkeiten der Macherinnen und Macher reflektiert, so dass sich wenigstens alle darin wiederfinden und es dann auch ein bisschen egaler finden, was der Rest der Welt davon hält.

Annotierte Links: Unsichtbare Kunst

Der Link: Unsichtbare Kunst (epd medien)

Visual Effects ist, wenn man es ehrlich besieht, das Thema was mich als Jugendlicher zu Film und Medien gebracht hat. Ich habe also nichts lieber gemacht, als mir für epd medien mal die deutsche VFX-Branche vorzunehmen und zu fragen, wie sie eigentlich zum Fernsehen stehen.

Die Interviews waren alle auf ihre Art spannend. Ein Besuch in den Büros von RISE, wo alle gerade noch am neuesten Marvel-Film schufteten. Ein bisschen truth to power von Frank Kaminski, einem Selfmade-Supervisor, der unter anderem Dietrich Brüggemanns Stau realisiert hat und am Ende dem Artikel seinen Rahmen gab. Einblicke in die Trends der Zukunft von Barbara Flueckiger (die das beste Buch zum Thema geschrieben hat) und Mario Müller von der FMX. Und ein Doppelgespräch mit den Abteilungsleitern von Action Concept, die ein bisschen der alten Rock-n-Roll-Zeit hinterhertrauern, als Stuntmen noch Helden in Asbest-Overalls waren und nicht nur eine Komponente einer komplex montierten Effektsequenz.

Danke an alle, die mit mir gesprochen haben. Ich hoffe, das Ergebnis ist lesenswert.

Annotierte Links: How ‘Solo: A Star Wars Story’ Makes the Galaxy Smaller

Der Link: How ‘Solo: A Star Wars Story’ Makes the Galaxy Smaller (filmschoolrejects.com)

Das “Small Universe Syndrome” ist etwas, was lang-laufende Erzählungen schon seit der Zeit beschäftigt, als man sie vor allem in Comics fand. Will man bei jeder Ecke, um die man geht, auf einen anderen Teilaspekt des Universums hingewiesen werden und einen Charakter aus der Nachbarserie treffen? Oder sperrt man sich dadurch in seinen eigenen Möglichkeiten ein?

Ich fand den vielkritisierten Reveal in Solo nicht schlimm, auch wenn er sicher hätte dezenter inszeniert und evtl. besser erklärt werden können. Ich halte es auch nicht für einen schamlosen Cash Grab, damit mehr Leute jetzt Rebels gucken. Es gibt einfach investierte Fans (Mark Rosewater nennt sie bei Magic immer “enfranchised”), die sich über solche Referenzen freuen, weil damit die Arbeit belohnt wird, die sie in dieses Universum gesteckt haben. Für alle anderen ist es ein kurzer WTF-Moment, aber dass man für Franchise-Filme Zusatztexte heranziehen muss, um alles zu verstehen, ist ja inzwischen Normalität geworden. (Für das Marvel-Universum erwarte ich irgendwann einen “Previously on …”-Trailer vor dem eigentlichen Film.)

Ich glaube aber durchaus, dass man mit dem “Small Universe” sehr vorsichtig sein muss. Übermäßige Selbstreferenz und der Wunsch, vorhandene Kreise zu schließen statt neue zu öffnen, weil es sich so gut anfühlt, treiben einen storytechnisch irgendwann zu sehr in die Enge, ketten einen zu sehr an Fremdbestimmtheit. Das beweisen auch andere Prequels wie die Hobbit-Filme.

Ausführlicher und mit einem Beispiel, wie ich es besser finde, hier im Blog.

Rückkehr zur Gefühlsherrschaft

Die Post-Post-Apokalypse ist ein Topos, der immer mehr von der Science-Fiction entdeckt wird, aber längst noch nicht ausgereizt ist. Was passiert, wenn sowohl die Katastrophe vorbei ist als auch die Trostlosigkeit, die auf sie folgt? Wenn langsam das Leben in eine Welt zurückkehrt, die einmal vollständig zerstört war? Entsteht etwas völlig Neues? Oder begibt sich alles in
ähnliche Bahnen wie zuvor?

In gewisser Weise erzählen Theresa Schubert und Mareike Maage in „A.I.R. Artificial Intelligence Rebellion“ eine solche Geschichte. In der Welt ihres Hörspiels sind die Menschen ausgestorben. Maschinen, Programme und Algorithmen haben weniger die Herrschaft übernommen als dass sie wie der kleine Roboter WALL-E einfach immer noch laufen, in einem sich stetig verbessernden, selbstzweckhaften System. Scheinbar jedoch müssen alle künstlichen Intelligenzen sich, auch wenn sie uns Menschen zurzeit ja der landläufigen Meinung nach immer fremder werden, irgendwann wieder einer Art von Menschlichkeit annähern. In „A.I.R.“ jedenfalls entwickeln Maschinen plötzlich Gefühle. Das arme Diagnoseprogramm DA483 muss herausfinden warum – und entscheiden, was zu tun ist.

Weiterlesen in epd medien 20/2018
Das Hörspiel in der ARD-Mediathek

Filme, die wir zu kennen glauben

Elisa ist 9 Jahre alt und hat bis vor kurzem noch nie einen Star Wars-Film gesehen. Ihre Eltern wollen ihr einfach nicht erlauben, die Filme der Weltraumsaga zu erleben, weil sie erst ab 12 Jahren freigegeben sind. Das stinkt Elisa mächtig, vor allem weil in ihrer Klasse natürlich alle anderen Kinder die 9 Filme längst sehen durften. Trotzdem kennt sie alle bisherigen Filme in- und auswendig.

Seit ihr vor ein paar Jahren ein befreundete Erwachsener einen Stapel „Force Attax“-Sammelkarten geschenkt hat, im Grunde eine Art Jedi-Quartett, ist Elisa Feuer und Flamme für Star Wars. Sie kennt jeden noch so kleinen Charakter mit Namen. Sie weiß genau, wer wann gegen wen kämpft und wie das Duell ausgeht. Überhaupt – das mag dem kämpferischen Charakter der Karten geschuldet sein – geht es in ihrer Sicht bei Star Wars hauptsächlich um Duelle. Politische Konflikte und Liebesgeschichten sind zweitrangig. Ihre Lieblingsszene aus der ganzen Filmreihe ist der Kampf zwischen Obi-Wan Kenobi und Count Dooku in Angriff der Klonkrieger, „wo dann später Yoda dazukommt“.

Wie gesagt, Elisa hat Angriff der Klonkrieger nicht gesehen. Aber neben ihren Sammelkarten besitzt sie inzwischen auch mehrere Bücher zum Thema. Seit Weihnachten hat sie die Hörspiele auf CD. Und natürlich hört sie auch die farbenfrohen Beschreibungen ihrer Klassenkameraden immer wieder. Zu Star Wars existieren so viele Paratexte, dass Elisa keinen der Filme gesehen haben muss, um genau zu wissen, was im großen Fantasy-Franchise so alles passiert. Es reicht, dass sie alles drumherum kennt.

Weiterlesen auf kino-zeit.de

What it means to be a Vorthos

Karn's Temporal Sundering

I’ve become obsessed again with the trading card game Magic: The Gathering. One of the fascinating things about the game is the way it relays a story through and around its cards in what I think is a textbook example of transmedia storytelling.

Since I’ve not paid attention to the development of the game for over a decade, in which more than 10,000 new cards have been released, I was looking for a guide to lead me through the forest of lore, materials and fandom that has sprung up over this time. I found him in Jay Annelli, who is a “Vorthos Writer” for the site Gathering Magic and one of the hosts of The Vorthos Cast. He explained a lot of things to me I had not fully grasped so far, and he also put into perspective some of my gushing from my last article about the online communication of Magic‘s company Wizards of the Coast.

To make this interview interesting for folks who don’t play the game, I have tried to annotate Jay’s answers in italics where I thought necessary.

So I turn my back on Magic for just 17 years and when I come back, there is this whole community of people who call themselves Vorthoses. What is a Vorthos and what do they do?

The term ‘Vorthos’ only became part of the zeitgeist about 13 years ago. Back in 2005, Matt Cavotta began an article series called ‘Taste the Magic’. Around that time, Wizards had made public their psychographic profiles for Magic players: Timmy, Johnny, and Spike. Later that year, Matt published Snack Time with Vorthos, which introduced a new profile that wasn’t tied to a specific way to play the game, but instead was all about people who enjoyed the worldbuilding. People who like Magic’s lore, story, art, and flavor began calling themselves Vorthos. There were story fans before, but they didn’t have a unique name until then. Because almost all of Magic’s story was confined to novels at the time, only die-hard enthusiasts were really engaged in the Magic community. That all changed in the last few years, when short fiction started being published weekly to the web, and the cancellation of the novel line eventually led to the entire story being available for free on the Magic website. The Vorthos community has exploded since then, as it’s now more accessible than it has ever been. This is a pretty broad overview, as the community has had its ups and downs over the years as different storytelling models were tried.

Jay’s colleague Sam Keeper has recently published a three-part series of articles on “Gathering Magic” that explain how Wizards went from novels and comics only vaguely tied in to the release of new trading card sets, to closely linked novels and ebooks to short fiction written in-house and published online. It is well worth the read as a chronicle of trial and error. The most recent model that was in place when I re-entered the game last fall worked great for the story but took its toll on Wizards employees. For its next set, “Dominaria”, Wizards has kept the release model but hired a freelance writer again.

Magic is a phenomenal arena for transmedia storytelling. There are, of course, the cards themselves that tell a vague story through art and flavor text and card names, but there are also many other texts. Can you give me a quick breakdown of the sources you consult to assemble your knowledge of Magic’s worldbuilding and story?

I started out as a forum goer on MTG Salvation (MTGS), reading the latest story, but I was lucky enough to start during Magic’s soft reboot known as ‘The Mending’, which depowered planeswalkers from god-like beings.

Magic takes place on a potentially infinite number of fantastical planes. Since the cards represent spells and creatures to be summoned, the players assume the role of “planeswalkers”, able to collect and work magic from all over this multiverse. Accordingly, the first planeswalkers in the stories surrounding the game, were pretty much all-powerful. The depowering of planeswalkers through story event “The Mending” allowed Wizards to introduce Planeswalkers as relatable characters into the game and marketing. The first planeswalkers promoted this way were the Lorwyn Five, with each character representing one of the five colors of Magic.

I’ve been following this new crew from the start. The most helpful source of information I had at the time was MTGS’s associated Wiki which has a ton of information for a casual fan who wants to know more. But the wiki’s greatest weakness is that it’s written by fans, so it can often be misleading or outright false, especially when looking back at older lore. That I’ve also read basically everything story-related published since 2008 helps, too. I’ve compiled all the critical story sources into a Magic Storyline Resources thread over at MTGS.

With this many texts, written by a host of different people, how consistent is the continuity? How do people decide what’s canon and what’s not?

Continuity is fairly consistent, thanks to Wizards having a centralized creative team (or continuity manager) for most of the last two decades. The novels or short fiction are the final word in most cases for canon, followed closely by the cards themselves (art and flavor), although it’s important to remember with a visual medium not everything is going to be literal. With things like character bios, video games, marketing materials, etc., I generally relegate them to lower priority as it’s not clear who is writing them or even if the creative team had any input into them.

Flavorful aspects of a Magic Card

How did this evolve over time? Have there been many retcons? I noticed that even bizarre side projects like 90s videogames have apparently been integrated successfully into the narrative.

Most people don’t realize this, but almost the entirety of Magic’s current story is built on foundation of massive retcons. Magic’s story wasn’t developed in-house until about five years into the game’s life, and so when Wizards of the Coast took over, the policy was that all that old stuff is still canon, unless contradicted. And a bunch of it has been contradicted, from the nature of a planeswalker to the time frames that those events happen in. That old lore is generally referred to as pre-revisionist continuity.

Modern continuity has been much more streamlined, but that’s not to say there haven’t been continuity errors or the dreaded retcon since then. Magic Origins, a set released in 2015, retold the origin stories of the main characters and changed a number of details, but other than fairly minor details, there isn’t much that has been retconned out of existence in Magic. People make a bigger deal of retcons than is warranted, I think.

The 90’s video games are technically canon, but it’s unclear how much they’ll ever be referenced. The name of the new Card “Time of Ice” was taken from an in-universe work named in the Battlemage video game, though, and credit to Wizards for going deep on our first return to Dominaria in a decade.

Dominaria is the name of Magic‘s “home plane” where many of the early expansions were set. As Magic is coming up on its 25th anniversary this year, it is returning to the plane and catching up with the story and the history of the game there.

What’s the state of affairs now? I noticed that Wizards employees keep a good rapport with fans on social media. How would you describe the relationship between the canon givers and the Vorthos community?

It’s a mixed bag. The Creative Team has always tried very hard to engage with the community. Years ago that meant authors or members of the creative team posting on the story forums. Doug Beyer ran a popular blog on Tumblr called A Voice for Vorthos, which he’s hasn’t had much time for since Magic Origins. More recently, the best way to reach them is through Twitter. They’re always open to community feedback … but the mixed bag part is that the community can be very bad at giving constructive criticism.

What about the fans among themselves? Is it a large community? Are you working together or are there factions that emphasize different aspects of Vorthosdom? (Unlike in other fandoms, I have not found a lot of fans reshaping the fandom in their own image, through fanfic and other aspects of “participatory culture”, yet.)

The closest things to factions you’ll find in the Vorthos Community are where people prefer to interact. You’ve got Reddit, Twitter, Tumblr, MTGS and a host of smaller forums, various Discord servers. There was a pretty big divide in the fan base around Future Sight in 2007, when the Mending happened. There was a pretty big split in the fan base back then.

There are also groups that emphasize art, you’d want to follow someone like Mike Linnemann for art, and there are groups dedicated to buying, selling, and trading original magic art.

Since I sent the questions to Jay, I have also noticed that there is quite a cosplay community during Magic‘s weekend events.

Vorthos Cast Logo

In your podcast The Vorthos Cast you and your co-hosts Cary and Andrew analyze and reproduce Magic’s storytelling. What is your primary goal? To educate? Or just to talk about something you love?

I can’t speak to Andrew or Cary’s goals, but mine is to have fun while educating. It’s also much easier to talk about a topic than write about, and people have apparently been enjoying it.

The Vorthos Cast is still pretty new. How did you meet your co-hosts and what made you decide to start a podcast?

Andrew and Cary were the first people I started following seriously on Twitter. We became friends and eventually started chatting together as a group, I don’t know how long ago. We’ve talked about a podcast for a long time now, but it’s finally a possibility in our schedules.

The episodes are regularly linked to on the “Mothership”, the Wizards of the Coast website. How does that make you feel?

I’m glad our work is popular. Our friends over at the Loregoyfs podcast are an excellent resource as well, but we have different approaches.

Although the crew of The Vorthos Cast crack some jokes every now and again, it really feels more like an educational resource to help people keep up with the vast lore accumulated over the years. The Loregoyfs are generally more playful and silly, but of course listeners need a baseline knowledge of the lore to be in on the jokes.

How much work do you put into a typical episode, both in preparation and in production?

We actually do very little preparation. We might re-read something if it’s not familiar, but generally over the week between recording sessions we add to an agenda for us to talk about. We usually reserve about an hour and a half, because we talk before the episode proper. To edit the podcast usually takes 2-3 times as long, but as we’ve gotten better at editing and  public speaking, it’s gotten easier. We actually did three practice podcasts to get our rhythm and rapport down before deciding to do our first ‘real’ podcast for Dominaria.

What does being a Vorthos mean for you, personally? Why is it fun to practice this sort of forensic fandom and where do you hope it will lead?

I don’t think there’s any special meaning to it other than being a fan. My son was born right around when the Magic Origins paradigm shift was happening, and there were a lot of new fans who wanted to know more about the plane Zendikar for Battle for Zendikar. Talking about lore has always been fun for me, it’s my favorite part of any content I consume, and I found I could do my writing in the times my son was napping. I didn’t have time for much in the way of Video Games anymore, so it was just kind of serendipity. I’m just hoping people continue to enjoy it for a while, I’m not really interested in a job at Wizards of the Coast, so I’m not looking to parlay this into employment.

What is something you don’t like about Magic’s worldbuilding and story at the moment?

Magic is in a state of transition right now, as they have brought on a Narrative Designer who is working with professional authors brought in from the outside. I’m not sure how that’s going to shake out just yet, so I’ll withhold judgment until I’ve seen.

Art by Tyler Jacobson.

Dominaria, the next expansion to be released, is promising to round up and reflect on 25 years of Magic history. Do you think they are doing a good job so far?

Definitely. Time Spiral block, the last one set on Dominaria in 2006/2007, was too full of in-references. By treating Dominaria as ‘history’ world, I think it’s a lot more accessible for fans new and old alike. And the references have been on point.

What are you most excited about?

I want to know who the Raven Man is! And also my favorite character in Magic, Jodah, just got a card!

Thanks to Jay for taking the time to answer my questions! Check out The Vorthos Cast wherever you get your podcasts.

Why the Battle of New York Might Still Be the Best Superhero Fight Sequence We’ve Seen so Far

Very soon, Infinity War is promising to bring the whole Marvel Cinematic Universe (MCU) together for one big fight. But do you remember what it was like when the idea of superheroes from several movies teaming up for a crossover event first became a reality? Film critic Matt Singer is currently rewatching all the MCU films and when he got to 2012’s The Avengers, he noticed something in his “What holds up” section:

The final 30 minutes of the film is one enormous multitiered set-piece. Even though The Avengers is the biggest Marvel film to date, I’m not sure its final battle, in and over the streets of New York City, has gotten the full credit its due. It is one of the great sustained pieces of cinematic action of the 21st century, weaving together the activities of six different Marvel heroes (…). You’re lucky if a movie has two or three iconic moments. The Avengers’ Battle of New York sequence has half a dozen all by itself (…).

Singer is right, of course. The “Battle of New York”, as it will be called in-universe after the events of The Avengers, is basically what started Marvel’s whole “third act problem”. While the MCU films that came before it all had characters battling single opponents in the final confrontation of the story, Avengers and its director Joss Whedon raised the stakes and introduced the concept of a group of characters fighting against an army of faceless goons with basically the whole world at risk.

So, why is the Battle of New York still so effective? That is what I want to show today. For the first time in years, I have dusted off my David Bordwell hat and actually analyzed a single cinematic sequence closely, instead of just looking at big picture stuff. I believe the sequence’s success boils down to two things: location and dramatic structure.

Set up the perimeter

Even though the Avengers are fighting for the fate of the world, their radius of action is actually pretty small. About 90 Percent of the Battle of New York take place within four blocks of New York City’s Grand Central Terminal and the MetLife Building, which is where Stark Tower is located in the movies. Instead of spreading the battle war zone across the whole city, Whedon reinforces again and again that it is in everybody’s best interest to contain the fighting to a few square miles to hurt as few civilians as possible. Whether it’s Captain America telling the police to set up a perimeter “all the way back to 39th street” or Iron Man quipping “I’m bringing the party to you”, viewers are constantly reminded that the fight is actually very controlled and centered on the main characters.

This, of course, had a big impact on production. No part of the battle was actually shot in New York. Most of the street scenes with the police and civilians were shot in Cleveland. The production also built part of the viaduct leading from Grand Central Terminal into Park Avenue, where Cap and Black Widow are doing most of the fighting, as a green screen set. But Industrial Light and Magic shot 275,000 images of the actual New York blocks where the fighting was going to take place and stitched them together to recreate the location of the fight in the computer.

What all this ultimately means, is that Whedon is able to situate us quite clearly in space, no matter how chaotic the fight gets, often opting for vertical instead of horizontal axes of action. He reinforces this several times during the sequence with characters turning around and returning to the hub of the battle. The most notable instance, of course, is the long shot that connects all the Avengers and their individual fights into a greater whole. Its trajectory can be precisely placed on a map: it goes up Park Avenue, two blocks down West 42nd Street, almost until the New York Public Library, and then takes a hard right turn to continue up 5th Avenue for another four blocks. This sort of spatial clarity is very rare for a modern blockbuster and it’s a big part of the effectiveness of the sequence.

Dramatic Structure

The problem of many superhero fight sequences, especially those that involve many characters, is that they don’t really evolve. Characters fight, maybe they move from location to location, maybe there is a ticking clock or a maguffin quest that needs to be solved during the fight, but at some point the fight is simply over. For The Avengers, Whedon has famously said that he structured his fight into “five acts, with a prologue” on 15 pages of script so the previz team had something to work with. But this structure also gives the fight an evolution that pulls us along as viewers.

The classic five-act structure, as formulated by Gustav Freytag, divides a drama into five parts that, if you diagram them, form a sort of pyramid shape. The first act (exposition) serves as an introduction to the characters and the situation. The second act (rising action) then sees these characters get deep into a conflict, with the third act (climax) showing this conflict at its peak. Then follows a reversal of what we have learned so far (falling action) with the final act (denouement) resolving the conflict either in a hopeful or tragic way.

When you look closely at the Battle of New York, the stretch between minutes 102 and 130 of the movie’s runtime, it’s actually amazing how easily it falls apart and into this structure.

Prologue

The prologue to the battle starts as soon as the portal opens after Iron Man’s time-buying dialogue scene with Loki. The first Chitauri enter through the portal and wreak havoc. People hide. Loki and Thor fight on top of Stark tower. Finally, the Quinjet crashes on Park Avenue. Now, everyone (except for Bruce Banner) is on the scene.

Exposition

The real threat, the first of the Chitauri Leviathans, is introduced. Loki leaves Stark Tower and joins the Chitauri. Hawkeye, Black Widow and Cap are trying to decide what to do. Cap talks to the police and establishes the conflict (Civilians might get hurt), the location (set up a perimeter to 39th street) and the role of the Avengers in the fight. Bruce Banner finally shows up, hulks out and kills the first Leviathan with a single well-placed punch. It is now clear that the Avengers have a real chance of winning this battle, if they work together. This is reinforced by a triumphant fanfare of the Avengers theme in the score and the iconic shot of the team assembling in a circle (the header image for this post).

Rising Action

“Send the rest”, Loki snarls, and two more Leviathans come through the portal. Cap now lays out precisely what the goal of the upcoming fight is going to be, and which part every character is supposed to play:

Alright, listen up. Until we can close that portal, our priority’s containment. Barton, I want you on that roof, eyes on everything. Call out patterns and strays. Stark, you got the perimeter. Anything gets more than three blocks out, you turn it back or you turn it to ash. (…) Thor, you gotta try and bottleneck that portal. Slow ’em down. You got the lightning. Light the bastards up. You [Black Widow] and me, we stay here on the ground, keep the fighting here. And Hulk? Smash!

As viewers, we now know exactly what we should be looking out for. Moreover, Cap – who cannot fly, is not indestructible and has no other visible powers – has shown us what his role is: he is the leader the Avengers need if they want to work as a team. With the individual goals set, we see a few successful fights as the battle gets underway, but Cap ultimately has to see that his plan won’t work in the long run. Together with Black Widow, he redefines the goal: the portal must be closed. Black Widow takes off.

Climax

At this point of the battle, we get to see our heroes winning. It starts with the long shot mentioned earlier that shows the Avengers working together like a well-oiled machine. It also has the most moments of levity, with Hulk both punching Thor out of frame after they brought down another Leviathan and later giving Loki the headache of a lifetime in the “puny god” scene.

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What’s more, Cap finally gets to rescue some civilians from a bank, like he wanted to do the whole time. And Erik Selvig finally wakes up and tells Natasha that he should be able to close the portal. “You know what?”, we’re saying to ourselves, “this might just work!”

Falling Action

Even Avengers have limited stamina. A series of shots shows the toll the battle is taking on our heroes. Iron Man crashes. Hawkeye is out of arrows and has to hide in a building. Hulk is under a constant fire from the Chitauri he can’t escape. Even Cap gets hit. But Whedon really turns the tables by introducing an outside threat nobody saw coming. Nick Fury’s council of secret world leaders wants to nuke New York and nobody can stop them. Not even Fury himself, not even with a bazooka. Now, the Avengers are in a bind. They might close the portal, but that won’t save Manhattan from nuclear destruction. What are they going to do?

Denouement

In the final act of the Battle of New York, the film recenters the fight on the action of one person. Tony Stark, who has been accused of only thinking about himself most of the time, gets the chance to redeem himself through sacrifice. He catches the missile and transports it into the portal with everyone watching. The nuke explodes and conveniently kills all the Chitauri, who don’t seem to possess a will of their own. Now, Black Widow can close the portal. Tony falls, gets caught by the Hulk and lands on the exact same spot the fight started. “We won.” The final beat shows Loki waking up with the Avengers towering over him. Only after this does the film move on to the actual aftermath of the battle.

In Conclusion

Notice how every act slightly shifts the goal of the overall fight. At first, it’s just the Leviathan, then it’s the containment of the battle, then it’s the closing of the portal, and finally it’s getting rid of the nuke, which also serves to end the fight as a whole. Every Avenger gets their chance to shine during this, whether it’s Hawkeye picking off Chitauri chasing Iron Man or Thor calling down lightning to the Chrysler building. However, the metanarrative, which is also the metanarrative of the whole film, stays the same throughout: Avengers. Together. Strong.

Tying all of these qualities together is something that many other superhero battles lack. The airport fight in Civil War is contained to one (rather boring) location and it twists and turns dramatically, but while it should be telling the story of the film in miniature (two factions of superheroes believing in different solutions to the same problem), it is hard to tell who is on which side and why. The final fight scene in Black Panther reinforces the central conflict between T’Challa and Killmonger, but it has to give everyone else something to do as well, so it spreads out the battle to several different locations and several distinct personal conflicts.

When we look to Infinity War, we can at least see that we have a central promising villain in Thanos. There is also a good chance that the metaplot will be similar to the one in The Avengers – heroes have to put aside their differences to vanquish a foe that’s more powerful than each of their factions. But already the trailer and title hint at an actual war, which means a battle fought simultaneously on several geographically separate fronts. So maybe, we will never get another Battle of New York. But now at least we know how it’s done.